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80 Prozent laden zu Hause: Jetzt wird das E-Auto Teil des Strommarkts

Autorenbild: Harald Gutzelnig
Harald Gutzelnig
vor 2 Tagen
1 Min. Lesezeit

Das Elektroauto entwickelt sich vom reinen Stromverbraucher zum intelligenten Bestandteil des häuslichen Energiesystems. Smart Charging und dynamische Tarife können dabei die Ladekosten deutlich reduzieren.


Das Laden zu Hause ist längst der Normalfall. Laut dem neuen „Connectivity Report 2026“ von gridX laden in Deutschland 80 Prozent der befragten E-Auto-Fahrer ihr Fahrzeug zu Hause. In Großbritannien sind es 77 Prozent. In den Niederlanden werden 61 Prozent aller mit E-Autos gefahrenen Kilometer mit zu Hause geladener Energie bestritten.



Damit bekommt das E-Auto eine zunehmend wichtige Rolle im Energiesystem. Über intelligente Ladelösungen lässt sich der Strombezug gezielt in Zeiten mit niedrigen Preisen verschieben. Der Report nennt für die Optimierung mit dynamischen Stromtarifen ein Einsparpotenzial von bis zu 33 Prozent bei den Ladekosten. Werden E-Autos zusätzlich flexibel an verschiedenen Strommärkten eingesetzt, können laut den zugrunde gelegten Studien sogar die Strombeschaffungskosten deutlich sinken.


Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt der niederländische Energieversorger essent. Bei dessen Angebot „Slim Laden“ sind bereits Tausende Elektroautos direkt über die Cloud eingebunden. Geladen wird bevorzugt entsprechend den Day-Ahead-Strompreisen. Zusätzliche Hardware im Haushalt ist nicht notwendig. Für Kunden beziffert essent den möglichen Vorteil durch günstigeres Laden und Boni auf bis zu 300 Euro pro Jahr.


Der nächste Schritt ist das bidirektionale Laden. Dabei kann das Auto nicht nur Strom aufnehmen, sondern Energie wieder an Haus oder Stromnetz abgeben. Der Wallbox-Hersteller go-e erwartet, dass diese Technik 2027 in der Praxis Realität wird, sieht kurzfristig aber noch größeres Potenzial in der intelligenten Optimierung von Ladezeitpunkt und Ladeleistung. Für die breite Einführung von V2G bleiben Fahrzeugangebot, Kosten, Energieverluste und regulatorische Rahmenbedingungen entscheidend.


Quelle: gridX, Connectivity Report 2026

 
 
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