• Armin Grasmuck

ATU punktet im Segment der E-Mobilität

ATU hat sein Angebot klar und konsequent neu ausgerichtet. Der renommierte Kfz-Dienstleister punktet im Segment der E-Mobilität mit Service und Zubehör auf höchstem Niveau.



Echt jetzt?! Die ATU-­Filiale in Parsdorf wirkt auf den ersten Blick wie das Geschäftsgebäude der nächsten Dimension. Klare Linien, der Anstrich im matten Grau des Zeitgeists und der Konzernfarbe rot. Keine Bremsspuren, keine Ölflecken – und auch keine laut heulenden Werkzeuggeräusche. „Wir leben für Mobilität“, so lautet das Motto, das in riesigen Lettern auf die Fensterfolien gedruckt steht. Wer etwas genauer hinsieht, stellt schnell fest: ATU, dieses renommierte Auto-Service-Unternehmen legt den Fokus gezielt auf die Mobilität von morgen.


„Wir haben festgestellt, dass unsere Kunden heute weit mehr wünschen und benötigen als nur Reifenwechsel, Ölwechsel und frisches Wasser für die Scheibenwischanlage“, sagt Georg Thoma, seit gut einem Jahr als Flottendirektor bei ATU im Dienst: „Selbstverständlich bieten wir diese Service-Leistungen auch in Zukunft in der gebotenen Qualität an. Doch mit dem Blick auf die Zukunft haben wir das Angebot und unseren Auftritt neu ausgerichtet und um einige Bereiche erweitert.“ Wie konsequent und nachhaltig die ATU-Strategen ihre neues Konzept umsetzen, ist in Parsdorf offensichtlich: Hereinspaziert in die neue Welt der Mobilität – mit allem, was dazu gehört!


◀ 17 Kilometer östlich von München: Stippvisite in der Autowerkstatt von morgen - In der Hochphase der Reifenwechselperiode hat die Redaktion von electricar die ATU-Filiale im oberbayerischen Parsdorf besucht. Flottendirektor Georg Thoma (rechts) und Rene Kleesattel (Mitte), der Experte für Elektromobilität, erklärten Chefredakteur Armin Grasmuck die Pläne und Visionen des renommierten Kfz-Service-Unternehmens, speziell im Segment der battergetriebenen Fahrzeuge.


Die Geschäftsräume der im Jahr 2020 eröffneten Filiale strahlen wie ein bunter Mix aus Elektroshop, Fachhandel und Mobilitätszentrum von morgen. Großzügig gestaltet, klare Linien, einzigartig das Sortiment. Allein die als Straße mit grauer Teerdecke sowie weißen Mittel- und Randstreifen animierte Durchgangspassage macht Lust auf mehr. „E-Scooter und Roller“, ist dort zu lesen: „Transport, E-Bikes“ und „Zweirad-Werkstatt“. Bei ATU? Genau, bei ATU! Das Unternehmen, das sich seit mittlerweile 37 Jahren als höchst qualifizierter und zuverlässiger Partner für den Auto-Service etabliert hat, bietet seine Dienste wie selbstverständlich auch im Segment der Elektromobilität an – und sogar batteriegetriebene Fahrzeuge zum Verkauf: E-Roller, akkubetriebene Scooter und Elektrofahrräder, die praktischen Lösungen für den Stadtverkehr und das entsprechende Zubehör.


Angebote im Zeitgeist: In den ATU-Filialen gibt es eine breite Palette an E-Scootern, Elektrofahrrädern und dem entsprechenden Zubehör.

„Unser Vorteil ist, dass wir uns bereits seit 2016 intensiv und aufrichtig mit den technischen Entwicklungen im Bereich der E-Mobilität beschäftigen“, so erklärt es Rene Kleesattel, der ATU-Experte für die Mobilität von morgen. „Heute sind bereits mehr als 800 unserer Werkstattmitarbeiter an Hochvolt-Systemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge geschult.“ In der Praxis heißt das: An jeder der mehr als 550 ATU-Filialen in Deutschland und Österreich ist mindestens ein Servicemitarbeiter beschäftigt, der akkubetriebene Fahrzeuge spannungsfrei schalten und somit mögliche Schäden an den Elektrokomponenten beheben kann. Mehr als 150.000 Elektro- und Hybridfahrzeuge waren inzwischen zur Wartung in den Werkstätten von ATU – Tendenz stark steigend. 42 Filialen sind bereits mit Schnellladesäulen ausgestattet, die durchweg stark frequentiert werden.


Fachkräfte für E-Autos: Mehr als 800 ATU-Mitarbeiter wurden bereits an Hochvolt-Systemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge geschult

Als klares Indiz für die hohe Elektrokompetenz darf zudem die bislang einzigartige Kooperation mit Aiways betrachtet werden. ATU ist offizieller Servicepartner für alle Fahrzeuge des chinesischen E-Autoherstellers und damit verantwortlich für die Wartung und sämtliche Garantiearbeiten der populären Elektro-SUV. Da klingt es nur logisch, das sich weitere Neustarter auf dem Gebiet der Elektromobilität und auch etablierte Unternehmen aus den Bereichen ­Mietfahrzeuge und Flottenmanagement um vergleichbare Service-Vereinbarungen mit ATU bemühen.


Wartung und Service bei ATU erhalten die Herstellergarantie


Die Palette an professionellen Dienstleistungen, die ATU im Bereich der batteriegetriebenen Fahrzeuge offeriert, ist breit und spezifisch bis ins Detail. In allen Filialen wird die modernste Diagnosetechnik für alternative Antriebssysteme, wie sie in Elektro- und Hybridfahrzeugen vorkommen, genutzt. Das in stetigen Fort- und Weiterbildungen geschulte Fachpersonal ist jederzeit auf dem aktuellen Stand der Technik. Zudem sind die ATU-Werkstätten technisch so aufgerüstet worden, das Arbeiten an Hochvoltvehikeln generell durchgeführt werden können.


„Ein großer Vorteil für unsere Kfz-Mechatroniker ist, dass wir sie bei Bedarf über den Zugriff auf die Datenbanken der Hersteller stets mit allen relevanten Informationen unterstützen können“, sagt E-Experte Kleesattel. „Zudem erfolgen sämtliche Reparaturen unter Einhaltung der Sicherheits- und Herstellervorgaben, was den höchstmöglichen Qualitätsstandard gewährleistet.“ Entscheidender Faktor für die Kunden: Lassen sie ihre Elektro- oder Hybridfahrzeuge in einer ATU-Filiale warten, bleibt die Herstellergarantie vollumfänglich erhalten.


Neue Sommer- und Winterreifen sind bei ATU selbstverständlich auch im Zeitalter der Elektromobilität in hochwertiger Qualität und zu attraktiven Konditionen käuflich zu erwerben. In Parsdorf stehen sie im Regal gleich neben den Ladekabeln. Das frische Wasser für die Scheibenwischer gibt es gratis dazu.


„Die ökologische und soziale Verantwortung ist kein Lippenbekenntnis mehr“

Georg Thoma (58) hat vor gut einem Jahr die Position des Direktors Flotte bei ATU übernommen. Er gilt als Experte im B2B-Bereich, der Erfolge in unterschiedlichsten Geschäftsmodellen – vom Start-up bis zum Großkonzern – vorweisen kann. Unter anderem war er in Spitzenposten bei der HVB direkt und bei Conrad Electronic tätig.



Was sind die Treiber, um eine Unternehmensflotte zum E-Fuhrpark umzurüsten?


Eine Rolle spielen natürlich staatliche Subventionen sowie reduzierte Steuersätze. Besonders entscheidend für den Wechsel zur E-Mobilität ist allerdings die Änderung der Denkweise. Elektrofahrzeuge sind ein zentraler Hebel für die Dekarbonisierung des Verkehrs und somit auch für den ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens. In vielen Konzernen, aber auch im Mittelstand, hat man sich bewusst dafür entschieden, individuelle Umweltpläne zum nachhaltigen Handeln in ESG-Konzepten zu definieren und umzusetzen. Fuhrparkleiter stehen vor der Aufgabe, klimapolitische Ziele in ihrem Wirkungsbereich zu verfolgen. Die ökologische und soziale Verantwortung von Unternehmen ist längst nicht mehr nur ein Lippenbekenntnis, sondern fest in Policies verankert.


Hat diese Entwicklung Einfluss auf weitere Marktteilnehmer?


Ja, absolut. Der Schritt hin zur Elektrifizierung von Fuhrparks ist sicher. Auch Verbraucher entscheiden sich immer öfter für batteriebetriebene Fahrzeuge. Hier wird noch stark experimentiert und E-Mobilität erst einmal getestet, bevor man sich durch einen Kauf langfristig bindet. Der Effekt liegt auf der Hand: Neue Geschäftsmodelle wie Leasing im Privatkunden-Segment und Abo-Autos boomen. Anbieter stehen deshalb unter Druck, ihre Flotten zügig aufzustocken. Das starke Wachstum von E-Fuhrparks ist auch für ATU ein strategisches Thema. Wir haben unsere Services gezielt darauf ausgerichtet und verfügen beispielsweise in sämtlichen Filialen über Equipment und Fachpersonal, um Arbeiten an Elektrofahrzeugen durchzuführen.


Zugleich kommen immer neue Hersteller von Elektroautos auf den Markt. Welche Herausforderungen sehen Sie hier?


Großes Potenzial liegt bei den Herstellern aus dem asiatischen Raum. Allerdings fehlt ihnen hierzulande meist ein Netz an zuständigen Vertragswerkstätten. Diese Tatsache bringt Flottenmanager in eine schwierige Lage: Entscheiden sie sich für solche Modelle, ist es erst einmal ungewiss, wie die Fahrzeuge im Wartungs- und Reparaturfall oder bei gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen bedient werden können. Die Abwicklung dieser Prozesse ist unsere Stärke. Für E-Autohersteller wie Aiways nehmen wir die Position einer klassischen OEM-Werkstatt wahr, gewährleisten Managern somit die Rundumbetreuung ihres Fuhrparks.


Wie können Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit im Fuhrpark ausbauen?


Der Umstieg auf E-Autos ist nur ein Puzzleteil. Umweltbewusste Strategien müssen heutzutage viel breiter aufgestellt sein. E-Mobilität lässt sich mit alternativen Fortbewegungslösungen noch nachhaltiger gestalten. Viele Möglichkeiten bieten hier E-Bikes, -Roller und -Scooter, die einenElektrofuhrpark besonders im urbanen Raum ideal ergänzen können. Es gehört auch dazu, Verschleißmaterialien wie Altreifen, Batterien oder Altöl korrekt zu entsorgen, sie dem Recyclingprozess zuzuführen und somit Wertstoffe im Rahmen einer modernen Kreislaufwirtschaft wiederverwendbar zu machen. In diesem Bereich nimmt ATU seit über 20 Jahren eine Vorreiterrolle ein und ist an innovativen Kampagnen wie „BlackCycle“ beteiligt – ein groß angelegtes Forschungsprojekt mit dem Ziel, Materialien aus Altreifen konsequent der Neureifenproduktion zuzuführen. Mit umfassenden E-Mobilitätslösungen und nachhaltig aktiven Service-Partnern an ihrer Seite entsteht für Unternehmen ein durchgängiges Ökologiekonzept im Sinne des ESG-Gedankens.