• Redaktion

Mobilität und Sicherheit -

Kia arbeitet im Segment der elektrisch betriebenen Fahrzeuge konsequent an neuen Modellen, die zeitnah marktreif werden sollen. Der Hersteller aus Korea garantiert seinen Kunden Mobilität und Sicherheit, wo immer sie hinfahren.


Selbstverständlich hat auch Kia die Chance genutzt, die Autowelt und potenzielle Kunden auf der IAA Mobility in München von der eigenen Innovationskraft zu überzeugen. Auf dem Odeonsplatz, in direkter Nähe zu den Platzhirschen Mercedes und BMW, präsentierte der Hersteller aus Korea seine neuen Zugpferde: die leicht verkürzte Europa-Edition des Kassenschlagers Sportage sowie das evolutionäre und erste vollektrische Modell EV6. Klar und deutlich wird die Botschaft vermittelt: Die Branche ist im Wandel – und wir sind startklar auf dem Weg in die Zukunft.


KIA Motors Corp.

Gegründet: 1944

Sitz: Seoul, Südkorea

Leitung: Ho Sung Song

Branche: Automobilhersteller

Produktion: 15 Werke in 10 Ländern

Absatz: 6,35 Mio. Autos (2020)

Umsatz: 51,5 Mrd. US$ (2020)


Kia wird im Jahr 2021 mit neuem Logo, neuem Design und neuem Firmennamen wiedergeboren“, sagte Ho Sung Song, Präsident und CEO der Kia Corporation auf dem großen Investorentag Anfang Februar, der in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nur digital veranstaltet werden konnte: „Kia wird sich in eine Marke verwandeln, die Kunden mit innovativen Mobilitätserfahrungen begeistert und inspiriert.“ Movement that inspires, Bewegung, die inspiriert, so lautet die neue Botschaft. Song versprach den Anlegern, dass die Elektrifizierung der gesamten Kia-Flotte konsequent vorangetrieben werde. 40 Prozent des Konzernumsatzes sollen bis zum Jahr 2030 über Elektro-, Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge generiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Koreaner 1,6 Millionen Autos dieser Typen pro Jahr verkaufen. Gut die Hälfte davon soll in neun Jahren vollelektrisch an den Kunden gebracht werden, was die großen Ambitionen in diesem Segment unterstreicht.


Dynamische Entwicklungen


Auf Basis des EV6 plant Kia seine EV-Palette bis 2026 um elf neue Modelle zu erweitern – mit sieben komplett neu entwickelten Stromern auf der Plattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform) und vier Elektroversionen, die von bestehenden Verbrennermodellen abgewandelt werden. Die Entwickler der E-GMP-Baureihe versprechen neue Maßstäbe, was Reichweite, Fahrleistungen, Raumangebot und Technik für Elektroautos betrifft.


Premiere Vollelektrisch - Der EV6 ist der erste reine Stromer, den Kia basierend auf der neuen Plattform E-GMP produziert

Mit frisch konzipierten Mobilitätsdiensten, die sich zielgruppengenau an die Kunden und Geschäftspartner richten, plant Kia im Wettbewerb mit den Konkurrenten aus China und Europa zu punkten. Der Fahrzeugnutzungsdienst „KiaMobility“, seit September 2020 als Pilotprojekt in Italien und Russland eingeführt, wird sukzessive in weiteren europäischen Märkten angeboten.

Vielversprechend klingen auch die Pläne, die der Hersteller im Geschäft mit staatlichen Institutionen und Unternehmen hegt. Ein EV-basierter Service, kombiniert die Elemente von Abonnement und Carsharing so harmonisch, das ein genialer Effekt entsteht: Die Fahrzeuge werden werktags geschäftlich genutzt und an den Wochenenden von Privatpersonen gemietet. Zudem wird das Abo-Programm „Kia Flex“, das bereits 2019 in Korea gestartet ist, in diesem Jahr global unter der Marke „Kia Subscription“ eingeführt. Dieser Service wird von der deutschen Sixt Leasing angeboten, die im vergangenen Jahr von der Hyundai Motor Group – zu der Kia gehört – übernommen worden ist. Die Fahrzeuge zum Abo werden von den regionalen Tochtergesellschaften, etwa Kia Deutschland oder Österreich, und den Händlern des Konzerns bereitgestellt.


Elektromobiler Partner: Uber


Mobilitätspartnerschaften sind ein wichtiger Bestandteil der neuen Strategie. Als wegweisend betrachtet Kia die Kooperation mit dem Mitfahrdienst Uber im Bereich der Elektromobilität, die vor wenigen Wochen angekündigt worden ist. Der koreanische Hersteller bietet den Fahrern von Uber seine batterbetriebenen Modelle – beginnend mit e-Niro und e-Soul – zu Sonderkonditionen an und wird damit zu einem der führenden Lieferanten in diesem Segment. Die beiden Unternehmen beabsichtigen auf diese Weise europaweit die Einführung moderner Elektrofahrzeuge zu beschleunigen und so dazu beizutragen, dass in den Großstädten die Luft reingehalten und der Lärm reduziert wird. Uber plant bis 2025 mehr als 100.000 batterieelektrische Autos zu betreiben. Kia bietet den Uber-Lenkern die Möglichkeit zu Testfahrten, um diese von den Vorzügen ihrer Flotte zu überzeugen.


Service der modernen Art


Ob Privatkunden oder Geschäftspartner: Kia lockt mit dem Versprechen des größtmöglichen Fahrvergnügens in den neuen ­Elektrofahrzeugen – ohne störende Unterbrechung. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, bietet der Hersteller eine breite Palette an Dienstleistungen und Garantien, die dem Fahrer das Gefühl der fortwährenden Sicherheit vermitteln sollen, egal wo immer er fährt. Sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Werksgarantie auf die Batterie, sieben Jahre kontinuierlicher Service über Smartphone, App und das Infotainment-System im Fahrzeug, so lautet das Versprechen. Dazu gehören auf Wunsch auch der Einbau der Wallbox zuhause oder im Unternehmen, die transparente Übersicht aller Kosten und der möglichst hohe Werterhalt des Autos.


Die eigene Internet-Seite hat Kia unter dem Motto #GOelectric bereits voll auf Zukunft getrimmt. Im schicken Layout werden dem Interessierten die neuen Antriebstechniken und der Service in einem ansprechenden Gesamtpaket präsentiert – und die Dauerbrenner offen diskutiert: Wie hoch ist die Reichweite eines Elektrofahrzeugs? Wo und wie kann man ein Elektroauto laden? Und: Wie lange dauert der Ladevorgang eines Elektroautos? Die einfachen und plausiblen Antworten sollen die noch relativ weit verbreiteten Zweifel beseitigen. Auch ein Selbsttest, der Ansprüche, Fahreigenschaften und Lademöglichkeiten des potenziellen Kunden berücksichtigt – und am Ende natürlich die jeweils passenden E-Modelle von Kia präsentiert, gehört dazu. Eine Spielerei, eine neckische, die Lust auf mehr macht.


Das Ende des Lockdowns und das Abebben der Pandemie im Allgemeinen hat der koreanische Autoproduzent genutzt und sein sogenanntes Markenerlebniszentrum Kia360 in Seoul wiedereröffnet. Dem neuen Logo und der unternehmensweiten Transformation entsprechend demonstriert Kia seine aktuellen Angebote, also sämtliche Lösungen im Bereich der Elektromobilität, Innovationen das Design betreffend und die damit verbundenen Attitüden der Zukunft. Das knapp 2.000 Quadratmeter große High-Tech-Zentrum im Süden der Metropole ist an seiner spektakulären Außenfassade, die in den neuen Kia-Farben Schwarz und Weiß gestaltet wurde sowie bei Tag und Nacht mit diversen Lichteffekten strahlt, gut zu erkennen. „Wir laden die Besucher ein, in die interaktiven und kommunikativen Displays einzutauchen und sich die neue Ausrichtung von Kia hin zu sauberen und Nachhaltigen Mobilitätslösungen und stilvollen Lifestyles vor Augen zu führen“, sagte Artur Martins, der Senior Vice President und Leiter des Bereichs Global Brand und Customer Experience. Der Innenbereich, der pandemiegerecht über digitale Kioske und QR-Codes berührungslos erkundet werden kann, ist in drei Erlebniszonen aufgeteilt: Brand & Design, EV Life und Kia User.


Vision Wasserstoff


Der Mutterkonzern Hyundai hat derweil auf dem globalen Online-Forum „Hydrogen Wave“ Anfang September seine Zukunftsvision einer globalen Wasserstoffgesellschaft vorgestellt. In knapp 20 Jahren beabsichtigen die Koreaner, unter anderem über ihre Mobilitätsmarken – Kia, Hyundai und Genesis – durch die Einführung ­neuer Technologien im Transportwesen und anderen Segmenten dazu beizutragen, dass der Energieträger Wasserstoff kontinuierlich verbreitet wird.


Laut Euisun Chung, dem Vorsitzenden der Hyundai Motor Group, unterstreicht der Konzern damit sein Engagement für saubere Energie für alle Arten von Mobilität. Chung und mehrere Kollegen aus der Unternehmensspitze erläuterten ihre konkreten Pläne, bis 2028 alle Modelle des Konzerns mit elektrischem Antrieb aus Brennstoffzellen oder Batterien zu produzieren. In diesem Zeitrahmen planen die Chefs auch die gesamte Palette an Nutzfahrzeugen mit Brennstoffzellensystemen auszustatten.


Grün und mehr - Auf der „Green Light Volunteer Week“ bekannten sich die Ausbildenden von Kia zu dem Engagement für saubere und nachhaltige Energie

In allen Bereichen des Lebens


„Die Vision der Hyundai Motor Group ist es, die Energie von Wasserstoff in allen Bereichen des Lebens und der Industrie einzusetzen“, sagte Chairman Chung auf dem Forum. „Wir wollen praktische Lösungen für die nachhaltige Entwicklung der Menschheit in allen Lebensbereichen anbieten und dazu beitragen, dass bis 2040 eine weltweite Wasserstoffgesellschaft entsteht.“ Es liegt traditionell in der Mentalität der Koreaner, ihre Pläne mit der nötigen Vehemenz und Leidenschaft zu realisieren.