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  • AutorenbildArmin Grasmuck

Neue Stromstellen: Große Ladeparks für bequemes Energietanken

Antreiber der Transformation: Im stetigen Takt gehen Ladeparks für E-Fahrzeuge in Betrieb, die das Energietanken komfortabel und Einfach machen.


Jetzt leuchtet der Stern selbst von den Ladesäulen. Auf dem Terrain der Mannheimer Niederlassung hat Mercedes-Benz seinen ersten eigenen Ladepark in Deutschland in Betrieb genommen. Es ist zugleich der erste von 30 geplanten Stationen des Premiumherstellers, die bis Ende dieses Jahres mehr als 200 Ladepunkte in ganz Europa bereitstellen sollen. Für den Aufbau und den Betrieb der Charging Hubs kooperiert Mercedes mit dem Energiekonzern Eon.



„Die Eröffnung des Ladeparks in Mannheim ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zum emissionsfreien Fahren“, sagte Franz Reiner, CEO der Mercedes-Benz ­Mobility AG. „Durch den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur erleichtern wir unseren Kundinnen und Kunden den Umstieg auf Elektromobilität und setzen gleichzeitig neue Maßstäbe beim Laden von Elektrofahrzeugen.“ Auch die Fahrer von Stromern anderer Hersteller können an der neuen Station mit bis zu 300 Kilowatt laden.


Der überdachte und mit Solarzellen ausgestattete Ladepark ist barrierefrei und komfortabel nach dem Durchfahrtsprinzip konzipiert. Der Strom wird über sechs Säulen des Modells Hypercharger von Alpitronic und die obligatorischen CCS-Stecker in die elektrischen Autos und Transporter geleitet. Jeder Lader hat nur einen Anschluss. Damit soll gewährleistet sein, dass die maximale Energie im ladenden Fahrzeug ankommt. Die Kunden können sich währenddessen in den Räumlichkeiten der Niederlassung aufhalten.


Zukunftsprojekt Merklingen


Nur gut 200 Kilometer weiter, am südöstlichen Rand Baden-Württembergs, ist fast zeitgleich der bis dato größte Ladepark der Welt ans Netz gegangen. Auf dem Parkplatz des Bahnhofs von Merklingen, einer 2000-Einwohner-Gemeinde im Alb-Donau-Kreis nahe Ulm, können ab sofort 259 Elektroautos geparkt und gleichzeitig geladen werden. Laut dem Betreiber sei „Park and Ride“ in Groß gedacht und auf die Zukunft ausgerichtet worden.


Für die Anwohner aus dem Umland soll der riesige Ladepark den Anreiz bieten, den Arbeitsweg zumindest teilweise auf die Schiene zu verlegen. E-Autos können hier acht Stunden und länger Strom ziehen, was einem Arbeitstag oder einem Tagesausflug, etwa nach Stuttgart oder München, entspricht.


Auch diese Anlage wird aus Sonnenenergie gespeist – und jährlich rund 900.000 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Die Solaranlage dient zugleich als Dach über den Parkplätzen, überschüssiger Strom wird direkt ins Netz eingespeist. Die Gesamtkosten des Projekts in Merklingen beliefen sich auf rund 4,5 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg hat drei Viertel davon übernommen. Kurios: Die Anlage auf der Alb hat genau einen Anschluss mehr als der ehedem weltgrößte Ladepark, der nur einen Monat zuvor in der chinesischen Millionenstadt Shenzhen mit 258 Anschlüssen eröffnet wurde.


Die Gemeinde Merklingen, direkt an der Autobahn A8 Stuttgart-München gelegen, macht als Treiber der Transformation alle Ehre. Neben dem Ladepark am Bahnhof gibt es noch zahlreiche Schnellladesäulen von namhaften Anbietern wie Aral Pulse, be.energised, Ewe Go, Ionity oder Tesla.




Click and charge


Der amerikanische Elektropionier hat bereits im vergangenen Jahr einen Strategiewechsel vollzogen. Die Supercharger, Teslas bewährte Schnellladestationen und lange Zeit nur mit Autos eigenen Fabrikats kompatibel, sind inzwischen mehr und mehr auch für die Stromer anderer Marken empfangsbereit. Click and charge, einstecken und laden, ist bei Tesla längst Programm. Einfach, bequem und in allen Sequenzen transparent – so lautet die Vorgabe, an der sich die Anbieter von Ladeinfrastruktur zu orientieren haben.



Eine Million Ladepunkte bis 2030


Laut Bundesnetzagentur ist die Zahl der öffentlichen Ladepunkte im abgelaufenen Jahr deutlich gestiegen. Knapp 100.000 waren es demnach im Juli 2023 – 13.000 mehr als im Vorjahr. Speziell der Ausbau der Schnellladepunkte geht gut voran. Ihr Bestand erhöhte sich um 4.110 auf knapp 20.000. Laut Beschluss der Bundesregierung soll bis zum Jahr 2030 ein flächendeckendes und nutzerfreundliches Netz aus einer Million öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland aufgebaut werden.


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