• Philipp Lumetsberger

Neustart für die IAA in München vom 7. bis 12. September

Die Internationale Automobilausstellung erfindet sich unter dem Name IAA Mobility neu und passt sich damit an die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft an.



Nach 70 Jahren in Frankfurt am Main findet vom 7. bis 12. September die Internationale Automobilausstellung IAA zum ersten Mal in München statt und vollzieht dabei den Wandel von einer reinen Autoshow hin zu einer Hybrid Messe mit digitalen Inhalten. Durch diese Neuausrichtung soll die Veranstaltung zur international führenden Plattform für Mobilität werden. Unter dem Motto „What will move us next?“ steht die diesjährige IAA MOBILITY für die klimaneutrale und digitale Mobilität der Zukunft. Im Zuge der Neuausrichtung können sich die Besucher in diesem Jahr nicht nur auf zweispurige Fahrzeuge, sondern auch auf E-Bikes und Pedelecs freuen. In zwei der insgesamt neun Messehallen können Interessierte die neuesten Trends der Fahrradbranche erkunden. Neben zahlreichen Fahrradherstellern wie Bergamont, Riese & Müller und GasGas Bicycle hat auch eine Vielzahl an Zulieferern die Teilnahme an der IAA MOBILITY zugesagt. Allesamt präsentieren sie ihre Ideen und Technologien für die Zukunft. Trotz eines ausgefeilten Hygiene- und Sicherheitskonzepts ist auch die neu gestaltete IAA nicht von Absagen verschont geblieben. So wird beispielsweise mit Toyota einer der weltweit größten Autohersteller in München nicht anwesend sein. Aber auch der Stellantis- Konzern, der aus dem Zusammenschluss der Peugeot/PSA-Gruppe und Fiat Chrysler Automobiles hervorging, ist mit keiner seiner Automarken auf der Messe vertreten. Der US-Autobauer General Motors wird ebenfalls fehlen. Ihre Teilnahme bestätigt haben hingegen unter anderem die Hersteller Dacia, Hyundai, Mercedes-Benz, Polestar, Porsche, Volkswagen und BMW.


Neues Konzept mit drei Säulen


Das neue Konzept der Internationalen Automobilausstellung basiert im Wesentlichen auf drei großen Säulen und richtet sich nicht nur an Fachbesucher, sondern auch an das breite Publikum. Die Messe beschränkt sich dabei nicht nur auf Präsentationen und Veranstaltungen in der Münchner Messehalle, sondern bietet auch ein umfangreiches Programm an ausgewählten Plätzen in der Innenstadt. Laut den Veranstaltern soll letzteres der IAA MOBILITY, die trotz der erneuten Absage des Oktoberfests über die

Bühne gehen wird, eine Art „Festivalcharakter“ verleihen. Konkret umfasst die Messe die Teilbereiche Summit, Open Space und Blue Lane.


Summit


Bei dem IAA MOBILITY Summit präsentieren Fahrzeughersteller, Zulieferer, Start-Ups sowie namhafte Technologieunternehmen innovative Mobilitätslösungen und Neuentwicklungen. Insgesamt beteiligen sich in etwa 500 Unternehmen an dem Branchentre. in den Hallen des Münchner Messegeländes. Im Rahmen des Summit diskutieren auf der Conference mehr als 500 CEOs, Experten, Wissenschaftler und NGO-Vertreter aus aller Welt über die Mobilität der Zukunft. Auf der Agenda stehen dabei Themen wie beispielsweise autonomes Fahren, emissionsfreie Mobilität, Digitalisierung, Konnektivität und Mikromobilität. Das komplette Programm der Fachkonferenz ist für Interessierte auch als Live-Stream abrufbar. Die Fachbesucher des Summit können auf insgesamt vier Bühnen die Diskussionen verfolgen. Ab dem 10. September öffnen sich dann die Tore und auch das breite Publikum kann die Konferenzen besuchen.

Open Space

Der Open Space, der sich über mehrere Plätze in der Münchner Innenstadt erstreckt, bietet seinen Besuchern ein umfangreiches und kostenloses Programm, bestehend aus Konzerten, Präsentationen und Diskussionsrunden. So haben interessierte Besucher nicht nur die Möglichkeit, die Mobilität der Zukunft hautnah zu erleben, sondern auch im Dialog mitzugestalten. Darüber hinaus können auch E-Bikes und Pedelecs von mehr als 20 Herstellern an zwei Open Space-Standorten getestet werden. Aber nicht nur in der Innenstadt, sondern auch direkt auf dem Messegelände erwartet die Besucher ein Open Space-Areal mit einem 4.000 Quadratmeter großen Testbereich für Fahrräder und Pedelecs.


Testareal - Sowohl in der Innenstadt als auch direkt auf dem Messegelände steht interessierten Besuchern ein Testgelände für E-Bikes und Pedelecs zur Verfügung.

Blue Lane


Die Blue Lane, die von der Stadt München in Zusammenarbeit mit den Messeveranstaltern konzipiert wurde, ermöglicht den Besuchern, nachhaltige Mobilität im Alltag live zu erleben. Die zwölf Kilometer lange Strecke stellt dabei den schnellsten Weg zwischen dem Summit auf dem Messegelände und dem

Open Space in der Innenstadt dar. Auf dieser Etappe können die Besucher auch die im Rahmen der IAA vorgestellten Fahrzeuge selbst testen. Insgesamt stehen hierfür mehr als 230 Fahrzeuge der einzelnen Autohersteller zur Verfügung. Die Palette reicht dabei von Hybrid-Modellen über reine Elektrofahrzeuge bis hin zu Brennstoffzellenautos. Gebucht werden können die halbstündigen Testfahrten über die eigens entwickelte IAA MOBILTIY App. Sämtliche Fahrten werden von einem Mitarbeiter des jeweiligen Autobauers begleitet. Darüber hinaus verkehren auf der Blue Lane emissionsfreie Shuttlebusse von verschiedenen Busherstellern. Um während der Fahrt keine Langeweile aufkommen zu lassen, werden die Passagiere mit Diskussionen, Vorträgen und Konzerten versorgt.


Von der Halle auf die Straße - Die auf der IAA vorgestellten Fahrzeuge lassen sich auf der 12 Kilometer langen Blue Lane probefahren. Hierfür stehen mehr als 230 Fahrzeuge bereit.


Deutschlands erste Umweltspur kommt zum Einsatz


Auf einem fünf Kilometer langen Teilabschnitt ist die Blue Lane darüber hinaus als offzielle Umweltspur deklariert und darf ausschließlich von emissionsfreien Fahrzeugen oder von Fahrgemeinschaften, die mindestens drei Personen umfassen, befahren werden. Bei den Fahrgemeinschaften gilt die Regelung mit dem emissionsfreien Antrieb allerdings nicht. Die Idee hinter diesem Pilotprojekt ist, dass das Verkehrsaufkommen auf stark befahrenen Straßen verringert wird und gleichzeitig Fahrgemeinschaften gefördert werden. Derzeit ist geplant, dass dieses Teilstück auch nach der Messe als Umweltspur erhalten bleibt.


Parken der Zukunft


Der Verband der Automobilindustrie - kurz VDA - präsentiert auf der IAA MOBILITY unter dem Projekt Automated Valet Parking wie das Parken der Zukunft völlig autonom funktioniert. Mehrmals täglich wird im Parkhaus Messe West die Übergabe des Fahrzeugs an die Sensortechnik im Parkhaus, das autonome Einparken des Fahrzeugs sowie unterschiedliche automatisierte Dienste rund um das Fahrzeug, wie beispielsweise das Waschen und Laden während des Parkhausaufenthalts, interessierten Besuchern vorgeführt. Aber auch der Ausparkvorgang kann im Rahmen dieser Präsentation beobachtet werden. An dem Projekt sind mehrere namhafte Unternehmen wie beispielsweise BMW, Jaguar Land Rover, Mercedes-Benz, Bosch, Valeo und Continental beteiligt. Für das Automated Valet Parking benötigt das Fahrzeug neben einer entsprechenden Kommunikationseinheit für die Cloud-Verbindung zum Parkhaussystem elektrische Brems- und Lenkassistenten, eine elektrische Feststellbremse, Automatikgetriebe sowie eine Start-Stopp-Automatik. Unmittelbar nach dem das Fahrzeug innerhalb eines bestimmten Bereichs abgestellt wurde, lässt sich der Parkvorgang via App aktivieren. Das Parkhaussystem verbindet sich anschließend automatisch mit dem Auto und lenkt es zu dem nächstgelegenen freien Parkplatz. In den Parkhäusern angebrachte Kameras überwachen zusätzlich den Parkvorgang und warnen bei Bedarf das Fahrzeug vor Hindernissen.

 

IAA Mobility

Wann: 7. – 12. September 2021

Infos zu Themen, Teilnehmern uvm. unter: iaa.de/de/mobility

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