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  • Harald Gutzelnig

Tesla verkaufte Einsparung als Innovation – und rudert zurück

Der US-Autobauer wollte teure Sensoren durch billige Kameras ersetzen, scheiterte. Der US-amerikanische Automobilhersteller Tesla erweist sich mehr als Ankündigungsweltmeister: Völlig überraschend und entgegen der bis dahin verfügbaren Produktbeschreibung lieferte Tesla seit Anfang Oktober 2022 Autos der Modellreihen 3 und Y ohne Einparkhilfe aus.

Tesla Model 3 ist ebenso betroffen wie das Model Y

In diesem Kontext ist der heftige Preisabschlag zu sehen, den Tesla am 13. Januar 2023 angekündigt hat – ein Model Y-Einstiegsmodell etwa kostet seither 9.110 € weniger (rund 16%). Wer ein sensorenloses Fahrzeug erworben hat – seit Oktober 2022 bislang rund 2 0.000 Käufer des Model 3 und 13.000 des Model Y in Deutschland – sitzt auf B-Ware.


Wie ein zwischenzeitlich bekannt gewordenes Dokument belegt, plante Tesla Anfang 2022 die Rückkehr der Radarsensoren. Im Juni 2022 wurde ein Zulassungsantrag für das neue Radarsystem bei der zuständigen US-amerikanischen Behörde „Federal Communications Commission“ (FCC) gestellt. Dem schloss sich ein Antrag von Tesla auf Geheimhaltung an, der eine Vermarktung von Produkten mit dem neuen Radarsystem ab Mitte Januar 2023 ankündigte. Das zeugt von Chuzpe: Den Kunden wurde seit Oktober 2022 mit dem Konzept „Vision“ eine vermeintliche Innovation als „nächster Schritt“ verkauft, die noch nicht fertig entwickelt war. Schätzungen von Sachverständigen gehen davon aus, dass die Fahrzeuge wegen der fehlenden Einparkhilfe einen Minderwert von bis zu 2.500,00 € haben.


Quelle: kleinfee.com

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