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  • AutorenbildHarald Gutzelnig

Zehn Top- Innovationen der Elektromobilität

Diese Ideen, Produkte und Projekte sind nachhaltig, zukunftsweisend und einfach genial. Sie haben sich allesamt das Prädikat „Top-Innovation“ verdient.


Maxus T90 EV von Maxus

Wieso sollte nicht auch ein Pick-up elektrisch fahren können? Die zur SAIC Gruppe gehörende chinesische Automarke Maxus beweist es uns mit dem ersten E-Pick-up Europas. Die große Pritsche hat eine Ladefläche von rund 1,5 x 1,5 Metern, die Nutzlast beträgt bis zu 925 Kilogramm. Und eine Anhängelast von bis zu einer Tonne macht den mit einem 176 PS starken Motor ausgestatteten Maxus Pick-up zu einem richtigen Zugpferd. Die Reichweite mag bei diesem Fahrzeugtyp keine allzu große Rolle spielen, schließlich nutzt man einen Pick-up nicht für lange Reisen. So genügen auch die nach WLTP ermittelten 330 Kilometer. In der einzigen zum Marktstart erhältlichen Ausstattungsvariante Elite kostet der T90 EV rund 65.000 Euro.


 

Rept Battero von Rept Battero Energy

Rept Battero Energy, ein führender Anbieter neuer Energielösungen, hat sich auf die Forschung und Entwicklung, sowie die Produktion und den Vertrieb von Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert. Das Unternehmen hat eine neue Batterietechnologie entwickelt, die die Ladezyklen verlängert und die Leistung verbessert. Die Batteriezellen haben eine erhöhte Kapazität von 15%, ohne dass die Größe verändert wurde. Die Reihe umfasst Modelle mit den Kapazitäten 72Ah, 100Ah und 320Ah. Die 320Ah-Batterie ist weltweit die erste ihrer Art ist und hat eine Kapazität von über 1 kWh. Die Lebensdauer der beiden anderen Modelle wurde auf bis zu 20 Jahre und die Zykluszahl auf 6.000 erhöht.


 

IO Hawk Legacy 2.0 von IO Hawk

E-Scooter sind schon lange in unseren Städten angekommen, in manchen wurden sie sogar schon wieder verbannt, allerdings nur die Leih-Scooter. Unbestritten ist, dass sie einen großen Beitrag leisten für einen nachhaltigen Stadtverkehr, wenn man sie nicht gerade überall stehen lässt, wo man gerade seine Fahrt beendet hat. Ein Manko ist unter Umständen noch die überschaubare Reichweite von 20 bis 30 Kilometern. Dem tritt nun der Hersteller IO entgegen und präsentiert mit dem Hawk Legacy 2.0 den ersten strassenzugelassenen E-Scooter mit Dualmotor (2 x ­250 W). Der Legacy ist in der Version 2.0 mit 2.199 Euro kein Schnäppchen, aber er fährt immerhin 132 km mit einer Ladung.


 

Photovoltaik-Carport von EnergieKonzepte Carport

Das Unternehmen EnergieKonzepte Carport aus Paderborn bedacht gewerbliche Stellplätze mit Photovoltaiküberdachungssystemen. Das Carport zeichnet sich durch seine Modularität aus und erfüllt selbstverständlich die Vorschriften der Photovoltaik-Pflicht-Verordnung und ermöglicht eine Steigerung der Eigenstromversorgung oder Einspeisung. Mit seinem flexiblen Design kann es an verschiedene Stellplatzreihen und Parkplatzgrößen angepasst werden. Die Installationen von Photovoltaikanlagen, E-Ladestationen und die zugehörigen Elektroinstallation erfolgen durch EnergieKonzepte Carport und sind jederzeit erweiterbar um ­E-Ladestationen, mit Kunden- und Mitarbeiterabrechnungsmodellen.


 

MK4 Roof Charger von Mevolt

Der Roof Charger von Mevolt ist eine innovative Ladelösung für Garagen, Carports und Parkhäuser. Das Geniale dabei: Mit nur einem Knopfdruck auf der Fernbedienung fährt der Ladestecker aus dem unter der Decke montierten Ladesystem heraus und steht bequem zum Laden zur Verfügung. Das Ladekabel vom Typ 2 (22kW) kann je nach Bedarf auf eine maximale Länge von 12,5 Metern angepasst werden, sodass es nicht auf dem Boden liegt und somit keine Stolperfalle darstellt. Und nach dem Ladevorgang fährt der Ladestecker ohne Bodenkontakt zurück in seine Ladeeinheit und ist bereit für die nächsten Ladevorgänge - sauber und trocken.


 

Sortimo Innovationspark

In Zusmarshausen wurde die größte Strom-Tankstelle Europas errichtet. Mit beeindruckenden 76 Ladepunkten, einer Leistung von bis zu 350 kW und einer Kapazität von bis zu 2.000 E-Autos pro Tag bietet der Sortimo Innovationspark, der auf den ersten Blick wie ein riesiges UFO wirkt, eine umfangreiche Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die E-Autos werden hier mit grünem Strom aus regenerativen Quellen gespeist. Die Fahrer bekommen während des Ladens sogar Kaffee und es gibt die Möglichkeit zum Shopping sowie ein Restaurant und einen Kinderspielplatz. Hinter dem Projekt steckt die ortsansässige Firma Sortimo International, ein führender Hersteller von Fahrzeugeinrichtungen mit rund 1.000 Mitarbeitern in Zusmarshausen.


 

Vehicle-To-Grid-Testlab von The Mobility House und Ambibox

The Mobility House und der Mainzer Ladetechnik Hersteller Ambibox bieten Automobilherstellern ab sofort die Möglichkeit die Vehicle-To-Grid (V2G) Technologie unter realen Bedingungen zu erproben. Ambibox stellt dafür auf seinem Unternehmensgelände in Mainz sechs seiner V2G-fähigen DC-Charger bereit, ein weiterer Standort am Hauptsitz von The Mobility House in München soll folgen. Die Autos dienen dabei als mobile Stromspeicher und sind somit Puffer für das Stromnetz. Automobilherstellern wird dadurch erstmalig die Möglichkeit gegeben, das gesamte Ökosystem über reale Anwendungen dauerhaft zu testen – von der Ladestation über das Backend bis hin zur Vermarktung an der europäischen Strombörse.


 

RailCharge von der TU Graz

Das Projekt RailCharge der TU Graz präsentiert eine innovative Lösung für die Reichweite und Stromnetzbelastung in der E-Mobilität. Es nutzt die Bahn als Autoladestation und verlagert den Ladeprozesses auf die Schiene. Dadurch können E-Autos den Großteil ihrer Strecke auf dem Zug zurücklegen und über das bahneigene Stromnetz geladen werden, wobei die Bauart keine Rolle spielt. Dies bietet zwei Vorteile: Es ermöglicht den Einsatz kleinerer Akkus, was sowohl preislich als auch ökologisch vorteilhaft ist, und entlastet das öffentliche Stromnetz durch Nutzung der Bahninfrastruktur für das Laden der Fahrzeuge.


 

Autev One von Autev


Die Idee ist genial, aber nicht ganz neu: Ein autonom arbeitenden Laderoboter stellt Ladetechnologie zur Verfügung, wo immer sie gebraucht wird. Via App gerufen, fährt er selbstständig zum Elektroauto und lädt es auf, sobald das Kabel eingesteckt wurde. Ideal überall dort, wo Ladeinfrastruktur nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen bereitgestellt werden kann. Aber auch in Parkhäusern und in Unternehmen macht der Einsatz Sinn. Sehr viele Informationen zum Laderoboter namens Autev One gibt das hinter dem Roboter stehende Start-up noch nicht preis. Soviel wissen wir: Der Roboter ist DCFC-fähig, also fürs Schnelladen mit Gleichstrom ausgelegt und er kostet im Pre-Order-Verkauf gerade mal 99 Dollar.


 

GEOS Singlespeed E-Bike von GEOS


Auf den ersten Blick unterscheidet sich das 14,8 kg schwere E-Bike der Marke GEOS kaum von einem klassischen Fahrrad. Sowohl der Akku als auch die gesamte Elektronik sind in dem Stahlrahmen verbaut. Ein Display sucht man vergebens. Lediglich ein Ein-/Aus-Schalter am Lenker weist darauf hin, dass es sich um ein Elektrofahrrad handelt. Man kann sogar wie mit einem konventionellen Fahrrad weiterfahren, es gibt keinen Widerstand durch den allgemein leisen Motor, der sich ebenfalls unauffällig in der Hinterradnabe befindet. Seine Leistung beträgt 250 W, die zum Beschleunigen auf bis 500 W erhöht wird. Die Reichweite beträgt zwar nur maximal 100 km, bei einem kontinuierlichen Anstieg reicht der Akku jedoch bis zu 2.000 Höhenmetern.



//Text: Lisa und Harald Gutzelnig//

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