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Armin Grasmuck - Editorial ELECTRICAR 2/26

  • Autorenbild: Armin Grasmuck
    Armin Grasmuck
  • vor 15 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

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Armin Grasmuck - Chefredakteur
Armin Grasmuck - Chefredakteur

Ein klares Indiz für die spezielle Energie, die gerade durch die Branche der Automobilen fließt, ist die neue Interpretation des viel zitierten und noch öfter diskutierten Begriffs der Technologieoffenheit. Noch vor kurzem galt als progressiv wie aufgeschlossen, wer sich traute, neben den bewährten Modellen mit Verbrennungsmotoren auch Elektrofahrzeuge zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Technologieoffen – im Duktus der Hersteller bedeutet es nunmehr: Unser neues Modell ist selbstverständlich und zuallererst batteriegetrieben, vielleicht auch als Plug-in-Hybrid und, solange es die Kunden noch wünschen, auch als Verbrenner erhältlich. „Der Weg ins gelobte Land, den Moses gezeigt hat, ist eigentlich klar beschrieben.“ So formuliert Michael Jost den Fortgang der großen Transformation. Es macht uns stolz, dass wir diesen Topmanager, einst Chefstratege im Volkswagen-Konzern, für die Jury der diesjährigen Auflage unseres Fachpreises BEST IN CLASS gewinnen konnten. In das entscheidende Gremium wird Jost seine Expertise einbringen und mithelfen, die besten Elektroautos des Jahres zu ermitteln. In dieser Ausgabe erläutert der E-Pionier, welche Attribute ein batteriegetriebenes Modell des Jahrgangs 2026 als herausragend erscheinen lassen. Achtung, Spoiler! Es ist mehr als nur größer, schneller und mehr Reichweite.

Foto: Shutterstock
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An der neuen Version des Opel Astra ist sehr gut zu erkennen, dass neben moderner Technik und verbesserter Effizienz speziell die vermeintlich weichen Faktoren wie das Design, der Komfort und die Kraft der Marke den Charakter des Fahrzeugs ausmachen und in der Konsequenz das Potenzial auf dem Markt erhöhen. Der Astra ist und bleibt der Astra – mit allem was dieses Erfolgsmodell seit 35 Jahren ausmacht. Nach einer ersten Testfahrt entlang der kroatischen Küste können wir an dieser Stelle schon einmal festhalten: Der neue Astra Electric schnurrt angenehm ruhig und gediegen über den Asphalt.


Als gehaltvoll im Sinne des Zeitgeists betrachtet werden kann auch der Rasthof im niedersächsischen Schwarmstedt, auf dem Aral Pulse einen höchst modernen Ladepark für rein elektrische Lastkraftwagen eröffnet hat. Stichwort Megawattladen. Die E-Lkw können dort mit der Leistung von bis zu 1000 Kilowatt den Strom in ihre Batterien ziehen. Es ist ein Meilenstein, speziell für die Fahrer der Lastzüge im Fernverkehr. Sie können ihre gewaltigen Akkus in nur einer halben Stunde aufladen. Zeit ist Geld, in der Logistik mehr denn in jedem anderen Geschäftsfeld. Das heißt konkret: Spätestens an dem Tag, da der Gütertransport im E-Lkw einen Cent günstiger als im Diesellaster darzustellen ist, wird der Logistikbetrieb sich inständig damit befassen, seinen Fuhrpark nachhaltig zu transformieren.


Auch für die Elektrotrucker zählt das möglichst angenehme Drumherum, das den professionellen Ladestopp zu einem Gute-Laune-Faktor macht. Die Megawattsäulen sollten mit dem 40-Tonner jederzeit einfach gefahren werden und die entsprechend groß dimensionierten Ladebuchten am besten frühzeitig reserviert werden können. Der obligatorische Gang zum stillen Örtchen, die Dusche, ausgewogenes Essen und ein bisschen Einkaufen vielleicht. Eine kleine sportliche Einheit nach den Stunden im Lkw-Sitz? So kann die Langstrecke im batteriegetriebenen Lastzug auch für den Fahrer optimiert werden.


Viel Spaß beim Lesen!


 
 
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