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Armin Grasmuck - Editorial ELECTRICAR 5/23


Armin Grasmuck, Chefredakteur

Mobilität bringt Menschen zusammen. So lautet die einfache wie gehaltvolle Kernbotschaft, mit der die Strategen der IAA Mobility um Besucher und Geschäftspartner werben. Die renommierte Messe, die im September zum zweiten Mal in München veranstaltet wird, präsentiert einen außergewöhnlichen, mitunter visionären Querschnitt zu den Themen und Trends, die uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bewegen werden. Verglichen mit dem Debüt vor zwei Jahren, das – auch aufgrund der schwierigen Lage inmitten der Pandemie – an manchen Ecken ruckelte und hakte, strahlt die IAA Mobility 2023 wie eine höchst dynamische Transformationsplattform von internationalem Rang.


Hier treffen sich die Macher der Mobilität von morgen. Innovatoren, Entwickler und Produzenten, die auf dem Weg in die Zukunft smarter, grüner und nachhaltiger agieren möchten. Auf der Straße und daneben. Es geht natürlich um Elektroautos – und um so viel mehr. Konnektivität heißt das große Zauberwort. Dieses perfekt aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Mensch und Technik in dem richtigen Verhältnis aus möglichst reiner Energie, künstlich intelligenten Helfern und moralischen Grundprinzipien. Es klingt so anspruchsvoll, wie es ist.


Die neue Batterie aus China, die superschnell geladen werden kann und auf diese Weise in nur zehn Minuten eine Reichweite von 400 Kilometer bringen soll, ist eine dieser Nachrichten, die der Elektromobilität breite Flügel verleihen. Und die Entwickler auf diesem Gebiet sind gedanklich bereits in der nächsten Dimension. Genial klingt etwa, dass in Übersee bereits an organischen Akkus gearbeitet wird. Sind deren Lebenszyklen einmal aufgebraucht, sollen diese höchst ökologischen Autobatterien natürlich auf dem Kompost entsorgt werden können.


Der Strom fließt selbstverständlich auch in akkubetriebene Fahrräder. Speziell in den Städten gelten die Drahtesel als Alternativen mit großem Potenzial, weil sie aufgrund ihrer vergleichsweise bescheidenen Maße das immer dichter werdende Verkehrsgeschehen in den urbanen Räumen nachhaltig auflockern und entkrampfen können. Das Fahrrad – die gesundheitsbewussten Pedaltreter wissen es längst – ist das ideale Verkehrsmittel für kurze und mittlere Distanzen auf dem Weg zur Arbeit, Schule, oder auch für spontane Einsätze in der Stoßzeit. Angetrieben von kleinen Batterien oder purer Muskelkraft.


Es ist konsequent, wenn die Stadtoberen die Radwege modernisieren – schneller, breiter und sicherer – und auch die Parkflächen dem Mobilitätsangebot von morgen entsprechend umgestalten. Die Palette der Radmodelle wird sukzessive aufgewertet und diversifiziert. Lastenräder, anfangs als zu voluminös und kantig verschrien, sind in den Metropolen mittlerweile etabliert. Wohin die Reise in diesem Segment geht, können Sie, verehrte Leserinnen und Leser, auf Seite 23 sehen: ein schwungvoll gestaltetes Elektrofahrzeug auf vier (!) Reifen, wettergeschützt mit Dach – und zugelassen für den Radweg.


In den Visionen der Mobilitätsvirtuosen werden die Vehikel, egal ob Fahrrad, Auto, Roller oder Roboter-Taxi, künftig miteinander kommunizieren. Stichwort Konnektivität. Im Idealfall sind auch Ampeln, Zebrastreifen sowie die Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs eingebunden. In der Theorie fließt der urbane Verkehr bereits ruhig und komfortabel.


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