Bis zu 6.000 Euro Prämie: Neue E-Auto-Förderung startet rückwirkend – wer jetzt profitiert
- Harald Gutzelnig

- vor 15 Stunden
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Mit der neuen E-Auto-Förderung will die Bundesregierung den stockenden Hochlauf der Elektromobilität wieder anschieben – sozial gestaffelt, einkommensabhängig und rückwirkend zum 1. Januar 2026. Das Programm richtet sich ausdrücklich an Privatpersonen und soll laut Bundesumweltministerium vor allem Haushalte mit mittleren und niedrigeren Einkommen entlasten.

Gefördert werden neu zugelassene Elektroautos (BEV) sowie – zeitlich befristet – auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für reine Elektroautos, hinzu kommen Zuschläge für Familien und eine soziale Staffelung nach Einkommen. Insgesamt sind so bis zu 6.000 Euro möglich. Entscheidend: Maßgeblich ist nicht das Bestelldatum, sondern die Erstzulassung ab dem 01.01.2026. Die Antragstellung soll ab Mai 2026 online möglich sein – rückwirkend für bereits zugelassene Fahrzeuge.
Neu ist vor allem die klare Einkommensgrenze. Förderfähig sind Haushalte mit bis zu 80.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen, bei Kindern verschiebt sich die Grenze nach oben. Damit will die Regierung Mitnahmeeffekte vermeiden und die Prämie gezielt dort einsetzen, wo sie laut eigener Einschätzung den größten Effekt auf die Kaufentscheidung hat.
Förderhöhe für reine Elektroautos (BEV)
Zu versteuerndes Haushaltseinkommen | Ohne Kinder | 1 Kind | 2+ Kinder |
bis 45.000 € | 5.000 € | 5.500 € | 6.000 € |
45.001–60.000 € | 4.000 € | 4.500 € | 5.000 € |
60.001–80.000 € | 3.000 € | 3.500 € | 4.000 € |
darüber | nicht förderfähig | teils förderfähig | teils förderfähig |
Finanziert wird das Programm aus dem Klima- und Transformationsfonds, insgesamt stehen bis 2029 rund drei Milliarden Euro bereit. Damit könnten laut Ministerium bis zu 800.000 Fahrzeuge gefördert werden. Für den E-Auto-Markt ist das ein wichtiges Signal – auch wenn die Rückkehr zu einer einkommensabhängigen Förderung den Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich enger zieht als beim früheren Umweltbonus.
Quelle: Bundesumweltministerium


