E-Auto laden unterwegs: Die besten Tarife im großen Vergleich
- Philipp Lumetsberger

- vor 4 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Wer sein Elektroauto unterwegs aufladen möchte, braucht nicht nur eine passende App, sondern auch den richtigen Tarif. Denn öffentliche Ladepunkte unterscheiden sich teils deutlich – etwa bei Ladeleistung, Steckertyp und Preis.
Da das Smartphone für die meisten Menschen zum Alltag gehört, setzen viele auf spezielle Apps, um rasch eine verfügbare Lademöglichkeit in ihrer Nähe zu finden. Auch zahlreiche Ladetarif-Anbieter haben auf diesen Bedarf reagiert und eigene Apps entwickelt. Diese ermöglichen nicht nur die einfache Suche nach passenden Ladestationen, sondern auch das komfortable Starten und Beenden des Ladevorgangs direkt über das Smartphone.
Vielfältiges Tarifangebot
Die Auswahl des richtigen Ladetarifs für unterwegs ist nicht immer einfach – denn die Unterschiede zwischen den Angeboten sind teils beträchtlich. Sie betreffen unter anderem die Preise pro Ladevorgang, mögliche monatliche Grundgebühren, zusätzliche Kosten sowie die Einbindung in bestimmte Ladenetzwerke. Während einige Tarife auf Gelegenheitsnutzer zugeschnitten sind, richten sich andere gezielt an Vielfahrer, die regelmäßig öffentliche Ladeinfrastruktur nutzen.
Es gibt Tarife für Gelegenheitsnutzer und für Vielfahrer, die regelmäßig öffentliche Ladepunkte nutzen. Um mehr Transparenz zu schaffen, haben wir den Markt genauer betrachtet und verschiedene namhafte Anbieter in Deutschland und Österreich untersucht, insbesondere solche, die eine eigene Lade-App anbieten.
Referenzfahrzeug

Für die Ermittlung der jährlichen Kosten für unser Referenzfahrzeug wurden folgende Parameter festgelegt:
Verbrauch: 0,17 kWh pro Kilometer - monatlicher Energieverbrauch: 255 kWh (gemessen an einer zurückgelegten Strecke von 1500 Kilometer/Monat) – 20% des Energieverbrauchs werden öffentlich geladen, zu 50% an AC- und 50% an DC-Ladestationen.
Anzahl Ladevorgänge: vier pro Monat bzw. 48 pro Jahr
Bei den jährlichen Kosten wurden auch die monatliche Grundgebühr und einmalig anfallende Kosten, sofern vorhanden, eingerechnet.
So haben wir getestet
Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir anhand eines fiktiven Beispielfahrzeugs die jährlichen Ladekosten für jeden Tarif ermittelt. Etwaige Aktionen mit zeitlich begrenzten Sonderpreisen wurden bei der Berechnung berücksichtigt. Dabei haben wir im Vergleich „Anbieter ohne Roaming“ die Kosten an den von den jeweiligen Anbietern betriebenen Ladestationen und in der Kategorie „Anbieter mit Roaming“ die sogenannten Roaming-Kosten als Berechnungsgrundlage herangezogen. Die Teilnote Ladekosten wurde wie folgt ermittelt: 50% Gesamtkosten des Referenzfahrzeugs pro Monat (siehe vorige Doppelseite) + 20% Anzahl der insgesamt verfügbaren Ladepunkte (laut Unternehmensangabe) + 10% Vertragslaufzeit + 15% Kundenbindung in Form einer Mitgliedschaft oder eines Strom- bzw. Versicherungsvertrags.
Die Teilnote App wurde folgendermaßen ermittelt: 5% Optik + 30% Bedienbarkeit + 25% Filter-Umfang + 15% Anzeige aktueller Auslastung + 25% Zahlungsmethoden.
Die Kategorien „Optik“ und „Bedienbarkeit“ wurden von unserer vierköpfigen Redaktionsjury bewertet. Bei den „Suchfilterfunktionen“ und den „Zahlungsmethoden“ wurden von uns vorab Features bzw. Zahlungsmöglichkeiten festgelegt und danach deren Vorhandensein bewertet. Zur Bewertung des Suchfilters wurden unterschiedliche Funktionen festgelegt und anhand eines Benotungsschlüssels mit einem Prozentsatz gewichtet. Bei jeder einzelnen App wurden die vorhandenen Funktionen mit unserer Bewertungstabelle verglichen und dementsprechend die Prozentpunkte verteilt. Bei den Zahlungsmethoden wiederum wurde das Vorhandensein einer der beiden Zahlungsoptionen „Kreditkarte“ oder „Lastschrift“ als Basis herangezogen. Für jede weitere zur Verfügung stehende Zahlungsoption wurden um fünf Prozentpunkte mehr in dieser Teilkategorie vergeben.
Die Gesamtnote setzt sich zusammen aus 80% der Note für die Ladekosten und 20% der Note für die App zusammen.










