Škoda eröffnet neue Batterieproduktion: Größter BEV-Batteriesystem-Hersteller im VW-Konzern
- Harald Gutzelnig

- vor 37 Minuten
- 1 Min. Lesezeit
Škoda treibt den Ausbau der Elektromobilität weiter voran und hat am Stammsitz im tschechischen Mladá Boleslav eine neue Montagehalle für Batteriesysteme eröffnet. Mit einer Investition von rund 205 Millionen Euro wird der Automobilhersteller damit zum größten Produzenten von Batteriesystemen für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) innerhalb des Volkswagen Konzerns. Die neue Anlage soll gleichzeitig die europäische Batterie-Wertschöpfungskette stärken und gilt als wichtiger Baustein der Elektrifizierungsstrategie der Volkswagen-Gruppe.
Die Produktionshalle umfasst rund 55.000 Quadratmeter und wurde in weniger als einem Jahr errichtet. In der Anlage kann alle 60 Sekunden ein Batteriesystem montiert werden. Dadurch erreicht das Werk eine Tageskapazität von mehr als 1.100 Einheiten beziehungsweise bis zu 335.000 Batteriesysteme pro Jahr. Die Systeme sind für verschiedene Elektrofahrzeuge innerhalb der Brand Group Core des Volkswagen Konzerns vorgesehen.

Mladá Boleslav ist zudem der erste Standort des Volkswagen Konzerns in Europa, an dem sogenannte Cell-to-Pack-Batteriesysteme produziert werden. Diese Technologie ermöglicht eine vereinfachte Fertigung sowie eine höhere Effizienz. Durch standardisierte Batteriezellen und den Einsatz von LFP-Chemie sollen die Kosten im Vergleich zu bisherigen MEB-Batterien laut Škoda um rund 30 Prozent sinken.
Parallel baut Škoda auch seine Elektrofahrzeugpalette weiter aus. Nachdem sich die BEV-Auslieferungen im Jahr 2025 mehr als verdoppelt haben, plant der Hersteller für 2026 zusätzliche Modelle. Mit dem kompakten Škoda Epiq im Einstiegssegment und dem größeren Škoda Peaq will das Unternehmen sein Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen erweitern und die Transformation zur Elektromobilität weiter vorantreiben. Quelle: Skoda Pressemitteilung


