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  • AutorenbildHarald Gutzelnig

10 gut gemeinte Ratschläge für E-Auto-Besitzer

1.) Das Ladekabel nicht mit Gewalt abziehen


Ist das Ladekabel am Auto eingesteckt, wird es bei den neuesten Generationen der E-Autos verriegelt, damit Dritte das Kabel nicht herausziehen und stehlen können. Sie müssen also darauf achten, das Kabel nicht mit Gewalt abzuziehen. Auf dem Autoschlüssel befindet sich ein Knopf mit einem Stecker. Den sollte man drücken, um das Ladekabel zu entriegeln. Meist geht das Entriegeln bereits mit dem Aufsperren des Fahrzeugs einher.

 

2.) Bei der Reichweite zwischen Sommer und Winter unterscheiden


Bei niedrigen Temperaturen macht man selbstverständlich die Heizung im Auto an. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass jedes Grad mehr im Auto an der Reichweite zehrt. Generell verlieren Akkus bei Kälte Kapazität. Wenn Sie dann noch die Temperatur im Wageninneren auf 25 Grad oder mehr stellen, dürfen Sie nicht erwarten, mit einer Ladung allzu weit zu kommen. Oft erreichen Sie bei niedrigen Temperaturen (im Minusbereich) nur die Hälfte der angegebenen Reichweite.

 

3.) Reichweite nicht an den Angaben des Herstellers messen


Abweichungen von den Angaben des Herstellers sind nicht ungewöhnlich, ganz einfach deshalb, weil hier meist ein guter Durchschnittswert hergenommen wird. Tatsächlich aber hängt die Reichweite von vielen Faktoren ab, etwa vom Gesamtgewicht, vom Fahrstil, von der Außentemperatur und vom Zustand des Akkus. Natürlich auch von dessen Ladestand, der z.B. nach einem Schnellladevorgang maximal 80 Prozent beträgt.

 

4.) Die Ladedauer nicht an den Angaben des Herstellers messen


Auch bei den Ladezeiten wird ein guter Durchschnittswert angenommen, der in der Praxis selten erreicht wird. Der Grund für Abweichungen sind auch die unterschiedlichen Ladetechniken. Das Auto, das Kabel und die Ladestation haben jeweils eigene Techniken. Wichtig zu wissen: Ein E-Auto wird mit jener Leistung geladen, die der schwächsten der drei Komponenten entspricht. Außerdem spielt auch hier die Außentemperatur eine Rolle. Bei Kälte dauert das Laden deutlich länger.

 

5.) Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos den Zustand der Batterie überprüfen


Beim Kauf eines normalen Autos achtet man auf vielerlei Dinge, auf den Motor, die Karosserie, den Kilometerstand, das Alter uvm. Selten jedoch wird die Batterie eines herkömmlichen Gebrauchtwagens inspiziert. Bei einem Elektroauto hingegen müssen Sie auch den Akku genau prüfen. Er ist das Herzstück eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs. Die Batteriekapazität nimmt im Laufe der Jahre ab und sollte daher beim Kauf eines gebrauchten Stromers von einer Fachwerkstatt geprüft werden.

 

6.) Die Batterie verliert nach acht bis zehn Jahren bis zu 30% an Leistung


Vom Smartphone wissen wir, dass der Akku im Laufe der Zeit schwächer wird. Dies ist bei der Batterie eines E-Autos nicht anders. Nach etwa acht bis zehn Jahren verlieren sie so viel an Ladekapazität, dass nur noch ca. 70 bis 80% der Reichweite einer neuen Batterie erzielt wird. Den Alterungsprozess eines Akkus kann man allerdings verzögern. Entscheidend sind Faktoren wie Anzahl an Ladezyklen, Art der Aufladung (Schnellladung oder normale Ladung), Außentemperaturen und natürlich Fahrweise.

 

7.) Ein E-Auto kann nicht in jede Werkstatt gebracht werden


Weil sich Elektroautos doch deutlich von Verbrennern unterscheiden, müssen in der Werkstatt extra ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen, die am E-Auto Hand anlegen. Auch sind oft spezielle Vorrichtungen vonnöten. Es ist also ein Irrglaube, dass jede Werkstatt ein E-Auto reparieren kann. Am besten noch vor der Anschaffung eines Stromers über die Abdeckung geeigneter Werkstätten in der Umgebung informieren.

 

8.) Nur mit speziellen Kennzeichen darf man an öffentlichen Elektroparkplätzen laden


In Deutschland gibt es eigene Kennzeichen für Elektroautos. Sie sind am Ende der Nummernkombination mit einem E ausgewiesen. Halter von E-Autos können solche Kennzeichen beantragen, müssen jedoch nicht. Die Kommunen haben die Möglichkeit für Fahrzeuge mit solchen Kennzeichen etwa kostenfreie Parkplätze zur Verfügung zu stellen. In Österreich bekommt man seit ein paar Jahren als E-Auto-Halter ein grünes Kennzeichen. Auch dieses hat den Sinn, die Fahrzeuge als Elektroautos sofort kenntlich zu machen und für sie etwa Parkplätze mit Ladesäulen zur Verfügung zu stellen.

 

9.) Beim Rasen verbraucht das E-Auto deutlich mehr Strom


Mit Elektroautos kann man sehr schnell beschleunigen, weil das Drehmoment von E-Motoren jederzeit abgerufen werden kann. Es macht aber wenig Sinn, mit einem Stromer dauerhaft zu rasen, ganz einfach, weil die Reichweite drastisch darunter leidet. Nur wenn man eine überschaubare Strecke zu fahren hat, sollte man Strom geben.

 

10.) E-Autos sind keineswegs unsicherer als Verbrenner


E-Autos sind keineswegs unsicherer als Verbrenner, sie fangen auch nicht leichter Feuer. Auch sie müssen gesetzliche Anforderungen erfüllen, die den Insassen ein Höchstmaß an Sicherheit geben müssen. So wird etwa bei einem Unfall oder einem Defekt der Stromfluss der Batterie unterbunden, sodass an keiner der Komponenten mehr Spannung anliegt. Bei Pannen sollten allerdings nur Fachleute Arbeiten an den Hochvoltkomponenten durchführen, keineswegs sollte man selbst daran herumhantieren.







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