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Armin Grasmuck - Editorial ELECTRICAR 3/23


Armin Grasmuck, Chefredakteur

Jetzt einmal ganz unter uns: Können Sie auf Anhieb aufzählen, welche Automarken unter dem Dach von Stellantis zusammengefasst sind? Keine Sorge, selbst Experten, die sich auf professioneller Ebene mit der Branche beschäftigen, werden sich in diesem Moment kurz schütteln und anfangen, mithilfe der Finger aufzuzählen. Kleiner Tipp: Es sind 14. Und jeder dieser Hersteller hat seine eigene Geschichte, spezielle Attribute und diese Strahlkraft, die Kunden seit Jahren und Jahrzehnten fasziniert.


Ein Dauerbrenner, der zum Start des neu geschaffenen Automobilkonzerns vor zwei Jahren in Stellantis eingegliedert wurde, ist Opel. Die Traditionsmarke aus Rüsselsheim, mit Klassikern wie Kadett, Manta und Rekord ein gehaltvolles Stück deutscher Mobilitätsgeschichte, punktet als einer der konsequentesten Treiber der Transformation. Bereits ab 2028 plant Opel nur noch vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Es freut uns, verehrte Leser, dass wir Ihnen das neueste Modell – den Astra Electric – in dieser Ausgabe vorstellen dürfen. Das aktuelle Auto des Jahres sorgt in dem hart umkämpften Markt der Kompaktklasse für frische Akzente.


Der weltgrößte Autokonzern, gemessen an den Absatzzahlen des vergangenen Jahres, ist Toyota. Reden wir über die erzielten Umsätze, zieht Volkswagen vorbei auf Nummer eins. Selbstverständlich haben auch die zwei Giganten diverse Strategien für den Umbau ihrer Flotten entwickelt. Die Zukunft ist elektrisch. Es liegt in der historischen Dimension und der ungeheuren Dynamik dieses Trends, dass urplötzlich neue, vermeintlich weniger bekannte Mitbewerber um die Gunst der Autofreunde buhlen. BYD etwa, der neue Marktführer aus China. Oder Ora, ebenfalls aus dem Reich der Mitte, mit dem munter strahlenden Premierenmodell Funky Cat. Wir hatten die Gelegenheit, die Neustarter in ausgedehnten und intensiven Testfahrten kennenzulernen. Eines vorneweg: Inhaltlich, optisch und auch, was den qualitativen Anspruch betrifft, fahren diese Modelle aus Fernost auf der Höhe des Zeitgeists.


Falls es Sie generell interessiert, welche Automarken zu welchem Konzern gehören: Der Kollege Hartmut Schumacher hat sich Fleißpunkte verdient und in akribischer Feinarbeit die Namen, Daten und andere Kernfakten in einer lesenswerten Strecke über sechs Seiten zusammengetragen – inklusive der wichtigsten Unternehmen aus dem Segment der Zulieferer.

Ein echtes Statement haben wir gerade während einer Dienstreise in Göteborg notiert. Warum er denn keinen Gedanken daran verschwende, wie mancher Konkurrent das Logo seiner Fahrzeuge nachhaltig zu modernisieren, wurde da ein ranghoher Stratege von Volvo gefragt, der zuvor leidenschaftlich die Vorzüge seines neuesten Modells präsentiert hatte. Warum sollten wir? So antwortete der Schwede mittleren Alters direkt – und erklärte dazu sinngemäß: Sein Unternehmen stehe seit fast 100 Jahren für Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit, also genau die Eigenschaften, die heute mehr denn je gefragt seien. Das Logo erscheine ihm folglich topaktuell. Auf dem Weg in die Mobilität von morgen braucht es eben ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein.


Mit natürlicher Kraft hat auch Rennsport-Legende Hans-Joachim Stuck die persönliche Verkehrswende vom Turbo-Piloten zum Botschafter der E-Mobilität vollzogen. Im exklusiven Interview erklärt er, warum es elementar ist, auf neue Antriebsmodelle zu setzen.


Die Antwort auf die Einstiegsfrage finden Sie übrigens auf den Seiten 32 und 33 – viel Spaß beim Lesen!

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