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Armin Grasmuck - Editorial ELECTRICAR 3/26

  • Autorenbild: Armin Grasmuck
    Armin Grasmuck
  • vor 12 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit


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Armin Grasmuck - Chefredakteur
Armin Grasmuck - Chefredakteur

Der erfolgreiche Kaufmann weiß: Wer das Geschäft noch besser kennenlernen und verstehen möchte, geht raus und spricht darüber. Nehmen wir Stefan Mecha, seines Zeichens Vorstands-vorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Dieser Manager von Rang und Namen setzt sich einfach in den batteriegetriebenen Kleinbus eigenen Fabrikats und fährt die 160 Kilometer vom Stammsitz in Hannover nach Hamburg, um sich dort mit electricar-Reporter Henning Krogh zum exklusiven Interview zu treffen.


Nach dem intensiven Gespräch nahm sich Mecha noch die Zeit für Fotoaufnahmen an markanten Punkten der Hansestadt. Wir halten fest: Auch im Zeitalter der prall gefüllten Terminkalender, der effizienzgetriebenen Videokonferenzen und der künstlich intelligenten Korrespondenzen sind ausgeruhte Gespräche von Auge zu Auge und mit der daraus resultierenden Tiefe möglich. Das Endprodukt ist entsprechend gehaltvoll, wie Sie – verehrte Leserinnen und Leser – in dieser Ausgabe sehen können.

In der Quintessenz geht es selbstverständlich darum, die Themen, Trends und Entwicklungen national wie global zu analysieren. Es wirkt wie ein schlechter Witz, dass ausgerechnet weltpolitische Krisenszenarien dazu beitragen, dass die Elektromobilität hierzulande massiv an Fahrt aufnimmt. Horrende Spritkosten und die spürbar steigende Unsicherheit bezüglich der fossilen Energieträger lassen E-Autos noch attraktiver erscheinen. Auch die neuen Modelle, mitunter zu erschwinglichen Preisen, und die staatliche Förderprämie tragen zur erhöhten Nachfrage bei.


Das Internet-Portal, auf dem die E-Autoprämie beantragt werden kann, ist seit ein paar Tagen geöffnet. Über die Förderzentrale Deutschland respektive das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, können diese Anträge gestellt werden – auch rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres. Die Käufer von rein elektrischen Autos erhalten, gestaffelt nach Einkommen und Anzahl der Kinder, bis zu 6000 Euro.

Bilder: CDA Verlag GmbH, Shutterstock
Bilder: CDA Verlag GmbH, Shutterstock

Den Taktgebern aus Politik und Wirtschaft bietet sich just in dieser Sequenz der großen Transformation die gute Gelegenheit, ihr Engagement auf andere Bereiche der E-Mobilität auszuweiten – auf die batteriegetriebenen Fahrräder, Roller, Motorräder, Leichtkraftfahrzeuge, Wohnmobile, auch Dienst- und Nutzfahrzeuge sowie Schwertransporter aus dem geschäftlichen Bereich. Im Prinzip erscheint alles unterstützenswert, was die Mobilität von morgen nachhaltig vorantreibt. Viele der neuen Modelle, die in allen Segmenten auf den Markt kommen, sind attraktive Alternativen für das Verkehrsgeschehen, das sich speziell in den urbanen Räumen mittel- und langfristig gravierend verändern wird.


Für all diejenigen, die noch von Reichweitenängsten geplagt werden: Der Markt bietet heute auch hybride Antriebsvarianten, die stark nach elektromobiler

Zukunft klingen. Der B10 Hybrid EV, mit dem der chinesische Hersteller Leapmotor sein Portfolio erweitert hat, wird beispielsweise zu 100 Prozent elektrisch angetrieben. Der Verbrennungsmotor, den er an Bord hat, erzeugt ausschließlich den Strom für die elektrische Antriebseinheit. So können die Insassen während der Fahrt viele Vorzüge eines Stromers genießen, ohne Furcht vor der chronisch schwindenden Energie in der Batterie. Die Strategen von Leapmotor gehen davon, dass das nächste Modell der Hybridfahrer ohnehin rein elektrisch sein wird.

Viel Spaß beim Lesen!






 
 
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