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Cupra Raval: Elektrischer Stadtflitzer mit bis zu 450 km Reichweite

  • Autorenbild: Beatrice Bohlig
    Beatrice Bohlig
  • vor 19 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit


Der Raval von Cupra soll den Einstieg in die E-Mobilität erleichtern. Zwei Topmanager der spanischen Kultmarke erläutern die Strategie.


Hotspot in der Hauptstadt - Berlin live: Alexander Buk, Deutschland-Chef von Cupra, am Raval mit Reporterin Beatrice Bohlig. Bild: BeHonest
Hotspot in der Hauptstadt - Berlin live: Alexander Buk, Deutschland-Chef von Cupra, am Raval mit Reporterin Beatrice Bohlig. Bild: BeHonest

Der spanische Autohersteller Cupra spricht von einem „rebellischen Elektrofahrzeug“. Raval, so lautet dessen Handelsname – wie der hippe Stadtteil Barcelonas. Doch in deutschen Ohren klingt die Typbezeichnung auch ein wenig nach Krawall, und genau das dürfte vielen Führungskräften des Volkswagen-Konzerns gefallen.

Denn der neue Cupra ist nicht nur das erste von vier Modellen der sogenannten Electric Urban Car Family, das die Markengruppe „Core“ von VW auf den Markt bringt. Im Sommer, zu Preisen ab 25.950 Euro, und vor den technisch verwandten Vollstromern Volkswagen ID. Polo und ID. Cross sowie Skoda Epiq. Der auf der VW-Plattform MEB+ basierende Raval ist auch jener Trumpf aus besagtem Autoquartett, der die Spielregeln in der umkämpften Klasse kompakter Stadtflitzer komplett neu definieren soll.


Letzteres betont Alexander Buk, Geschäftsführer der Cupra Seat Deutschland GmbH: „Der Raval ist ein Game Changer“, sagt der Topmanager im Gespräch mit electricar. „Wir wollen mit diesem Fahrzeug auch jüngere Zielgruppen erreichen und die Elektromobilität demokratisieren“, fügt der für den wichtigsten Einzelmarkt von Cupra und Seat zuständige Manager hinzu. Familien etwa möchte Buk nach eigener Aussage für das Vier-Meter-Mobil begeistern – und Berufstätige: „Auch im Flottengeschäft wird der Raval mit Sicherheit ein Game Changer sein.“


Bild: BeHonest
Bild: BeHonest

Servicebetriebe im Fokus


So vielfältig wie das E-Auto an sich sind die Gründe für den Optimismus des Deutschland-Statthalters, mit dem Raval auch zahlreiche Betreiber von Fuhrparks zu erreichen: „Zum einen sind die Einstiegspreise hervorragend, zum anderen werden wir sehr attraktive Leasingraten bieten“, kündigt Buk an. „Gleichzeitig ist durch Reichweiten von bis zu 450 Kilometern volle Alltagstauglichkeit gegeben. Und die hohen Ladegeschwindigkeiten sind ein weiteres Plus“. Da werden auch meist in großer Eile befindliche Dienstleister wie Kurierfahrer, Pizzalieferanten und Anbieter häuslicher Pflege aufhorchen.


„Mein persönliches Highlight beim Raval ist sein Design im Exterieur, aber auch im Interieur“, sagt Buk. „Beides gepaart mit der besagten Alltags-tauglichkeit, ohne Verzicht auf die Cupra-DNA“. Chefstylist Jorge Díez und seinen Teams für Farben und Formen ist fraglos auch mit dem Raval ein Blickfänger gelungen. „In Zeiten der E-Mobilität“, so Díez beim Fotoshooting mit electricar in Barcelona, „brauchen wir Fahrzeuge, die Emotionen provozieren“.


Auf just diesen Effekt setzt Sven Schuwirth, im Vorstand von Seat und Cupra verantwortlich für Vertrieb und Marketing: „Wir haben mit dem Raval ein extrem gut positioniertes Auto – etwa beim Design, im Exterieur, im Innenraum. Somit ist er das unkonventionellste Auto in der gesamten Electric Urban Car Family der Volkswagen-Markengruppe Core“, erklärt Schuwirth. Und weiter: „Da ist es nur gut und richtig, genau diesen ersten Schritt mit Cupra zu machen und wirklich positiv zu zeigen, wo der Hammer hängt“.

Die Bedeutung des Raval für das noch junge Kultlabel Cupra nennt der Vertriebsvorstand denn auch „riesengroß“. Zur Verdeutlichung erläutert Schuwirth vier Vorzüge des Fünfsitzers: „Mit ihm aktivieren wir die nächste Zündstufe und erreichen eine andere Umlaufbahn. So können wir unseren Cupra Tribe vergrößern, neue Kundinnen und Kunden ansprechen. Der Raval hat das Potenzial, für junge Kunden der Erstwagen zu sein. Aber das Auto ist so besonders und vielfältig, dass es auch durchaus als Zweit- oder Drittwagen geeignet ist“.


Provokant bis in die Heckpartie - Das Design des neuen Cupra ist innen wie außen bewusst offensiv ausgelegt, um die Emotionen der Kunden zu wecken. Bild: BeHonest
Provokant bis in die Heckpartie - Das Design des neuen Cupra ist innen wie außen bewusst offensiv ausgelegt, um die Emotionen der Kunden zu wecken. Bild: BeHonest

Bruch mit Konventionen


Deutschland-Chef Buk blickt zurück – und schaut voraus: „Die Cupra-Urban-Rebel-Studie ist in der Serie zum Raval geworden. Auch mit diesem Fahrzeug sprengen wir Konventionen. Ich freue mich riesig auf hoffentlich zufriedene Kunden und gutes Wachstum“.


Kollege Schuwirth denkt bereits einen Schritt weiter: „Es wird später noch eine weit sportlicher abgestimmte Version als die Basis geben – und die fährt schon wie ein Gokart.“ Als Flaggschiff der Baureihe denkbar wäre ein Raval VZ Extreme. Für den Moment legt Schuwirth sich fest: „Der Raval ist so ein geiles Auto, dass es mir als Vertriebsvorstand schwerfällt, eine Ausrede zu finden, warum das Modell kein Erfolg werden sollte“.


Auch stellvertretend für viele Führungskräfte des VW-Konzerns lässt der Markenvorstand wohl wissen: „Wir zeigen, dass es möglich ist, in Europa richtig geile Elektroautos zu bauen“. Sein eindringlicher Appell: „Lasst uns das bitte positiv sehen und Vollgas geben. Wir alle – in der Automobilindustrie und als Europäer – brauchen das Momentum und ein bisschen mehr Grinsen im Gesicht“.


Laden, leicht gemacht - Die Stromzufuhr erfolgt beim Raval auf der vorderen rechten Flanke. Bild: BeHonest
Laden, leicht gemacht - Die Stromzufuhr erfolgt beim Raval auf der vorderen rechten Flanke. Bild: BeHonest




 
 
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