top of page
  • AutorenbildHarald Gutzelnig

Die elektrische Zukunft der Autobauer (Abarth bis Honda)

Auch wenn die Förderung für Elektrofahrzeuge in Deutschland wegfällt, werden in den nächsten Jahren immer mehr E-Autos verkauft werden. Die meisten Hersteller haben für die nächsten Jahre einen Plan, der die Elektromobilität klar in den Vordergrund stellt. Genau 51 Marken haben wir gefunden, die in Europa bereits Elektromodelle ausliefern bzw. dies ab 2024 vorhaben. Erfahren Sie auf den nächsten Seiten, welche Modelle wir in den nächsten beiden Jahren erwarten dürfen und bis wann die großen Autobauer auf reine Stromer umstellen möchten.


Abarth


Abarth, eine Tochtergesellschaft von Fiat, ist bekannt für ihre leistungsstarken und sportlichen Fahrzeuge. Im Mai 2023 hat das Unternehmen sein Angebot erweitert und bietet mit dem 500e nun auch Elektroautos an, die die Abarth-Philosophie von Performance und Fahrspaß in die Ära der Elektromobilität übertragen. Bereits 2024 möchte man sich vom Verbrenner verabschieden.


 

Aiways


Aiways, ein chinesischer Elektroautohersteller, ist erstmals im Jahr 2020 in den europäischen Markt eingetreten. Der Aiways U5 wurde in ausgewählten europäischen Ländern eingeführt, wobei Deutschland als einer der ersten Märkte galt. Im ­Dezember 2022 folgt der U6, ein SUV der Kompaktklasse. Das Konzept des Crossover-Coupés U6ion deutet auf ein zweites batterie-elektrisches SUV hin und auch die Konzeptstudie U7ion zeigt, wohin die Reise gehen soll. Der Fokus soll künftig auf nicht-chinesische Märkte mit größerem Wachstums- und Rentabilitätspotenzial verlagert werden.



 

Alfa Romeo


Die traditionsreiche Marke Alfa Romeo gehört inzwischen zum Stellantis-Konzern und hat damit wieder eine klare Ausrichtung auf italienisches Design kombiniert mit Luxus. Bislang konnte man sich nicht für BEVs begeistern, doch nun wissen wir, dass ab 2027 kein Verbrenner mehr angeboten wird. Den Anfang der elektrischen Zukunft macht der nach dem Gebirgspass benannte Kompakt-SUV Brennero, der 2024 als Alfa-Romeo-Version des Jeep Avenger und des Fiat 600 auf den Markt gebracht wird. Ende 2023 wurde der Arbeitstitel Brennero jedoch aufgegeben, das Auto wird Milano heißen und im April 2024 in Mailand präsentiert.


 

Alpine


Der sportliche Renault-Ableger legt in Zukunft den Fokus nicht nur auf die Formel 1, sondern auch auf Elektromobilität. Geplant sind in den nächsten sechs Jahren sieben neue Elektro-Baureihen. Den Anfang macht ein kompaktes Schrägheckmodell auf Basis des kommenden R5, das auf den Namen A290 hören wird. Ein entsprechendes Concept Car wurde bereits Mitte 2023 vorgestellt. Der elektrische Kompaktsportwagen wird 2025 gefolgt von einem Elektro-Crossover im C-Segment und ein Jahr später der rein elektrische Nachfolger des A110. Neben den Elektroflitzern will Alpine aber auch auf Wasserstoff als Antrieb setzen.



 

Audi


Seit 2019 stellt Audi batterieelektrische Autos unter der Modellbezeichnung e-tron her. Der Q8 e-tron (damals nur e-tron) wurde erstmals im September 2018 in San Francisco vorgestellt. Für die nächsten Jahre hat Audi eine Offensive angekündigt, die 20 neue Modelle umfasst, von denen etwa die Hälfte vollelektrisch sein sollen. Ab 2026 sollen ausschließlich vollelektrische Modelle entwickelt werden. Bereits 2024 soll ein vollelektrischer A6 kommen, der 2025 auch als leistungsstarker RS 6 e-tron (Avant) debütieren wird. Im selben Jahr wird auch der Q6 e-tron zu haben sein sowie die sportliche Variante SQ6 e-tron, die in nicht einmal 4,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt.



 

BMW


BMW i ist eine 2010 gegründete Submarke des Automobilherstellers BMW, unter der aktuell 13 elektrische Modelle angeboten werden. Modellreihen sind der i4 (Ende 2021), der 5er der achten Generation, der i5 (Mai 2023), der i7 (April 2022), sowie iX (Juli 2021), iX1 (Juni 2022) und iX3. Bis 2030 will man den Auslieferungsanteil vollelektrischer Fahrzeuge auf 50 Prozent erhöhen. Bereits im März 2024 soll der Elektro-SUV iX2 seinen Marktstart feiern.



 

BYD


BYD (Build Your Dreams) ist ein führender chinesischer Automobilhersteller, der sich auf Elektrofahrzeuge spezialisiert hat. Er bietet eine breite Palette von Elektroautos an, darunter Modelle wie den BYD Atto3, den Tang und seit Oktober 2023 den günstigen Dolphin. Die günstigste Version der Dolphin soll in Europa zum Listenpreis von knapp 31.000 Euro zu haben sein. Zwar wurden 2023 nur knapp 4000 Elektroautos von BYD in Deutschland neu zugelassen, dennoch möchte BYD bis Anfang 2024 in Deutschland sechs E-Modelle anbieten. Darunter den Tesla 3 Konkurrent Seal, der bereits Anfang 2024 um die Gunst der Käufer werben wird. Irgendwann 2024 soll auch das Elektro-SUV Seal U folgen.



 

Cadillac


General Motors hat sich im Jahr 2017 aus dem europäischen Markt zurückgezogen, möchte nun aber mit seiner Luxusmarke Cadillac als reine Elektromarke wieder zurückkommen. Das erste E-Auto von GM soll der Cadillac Lyriq sein, wobei man zunächst in den skandinavischen Ländern beginnen möchte. Der Lyriq ist ein elektrisches Crossover mit 340 PS und einem starken 100 kWh-Akku. Ein weiteres E-SUV ist der Cadillac Optiq, das als Einstiegsmodell das Portfolio von GM erweitern soll. Und auch das Luxus-SUV namens Escalade IQ startet in Nordamerika 2024. Welche Modelle es nach Europa schaffen werden, ist noch unklar.



 

Citroen


Seit 2021 fährt auch Citroen mit einigen Modellen elektrisch. Im Pkw-Bereich sind es aktuell die günstigen Basismodelle des e-C4 und e-C4 X. Citroen hat aber auch im Nutzfahrzeugbereich umgestellt und bietet mit dem e-Jumpy, dem e-Berlingo und dem e-SpaceTourer zahlreiche elektrisch betriebene Vans und Transporter an. Im Jahr 2024 wird der elektrische C3 mit 320 km Reichweite sein Debüt geben. Er soll gerade mal 23.000 Euro kosten und ab 2025 in der Basisversion (mit einer überschaubaren Reichweite von rund 200 km) nur 19.900. Bis 2030 will der Mutterkonzern Stellantis keine Verbrenner mehr in Europa anbieten.


 

Cupra


Seit 2021 produziert auch die Sportmarke des zum VW-Konzern gehörenden Automobilherstellers Seat ein rein elektrisches Modell, den Cupra Born. Bis zum Jahr 2025 sollen drei weitere Elektromodelle folgen, der sportliche Elektro-SUV Cupra Terramar, das SUV-Coupé Tavascan und das urbane Elektroauto für die Stadt, der Cupra UrbanRebel. Etwas später in diesem Jahrzehnt werden der Formentor und der Leon elektrifiziert werden. Bis 2030 soll Cupra zur Elektro-Marke werden.



 

Dacia


Das rumänische Tochterunternehmen von Renault will zwar möglichst lange Verbrenner herstellen, um sich von der Elektrifizierungsstrategie der Mutter Renault abzuheben, aber der vollelektrische Dacia Spring ist bereits seit 2021 auf dem Markt und mit einem Preis von rund 23.000 Euro eines der günstigsten Elektromodelle. 2024 soll er umfassend überarbeitet werden und möglicherweise unter einem anderen Namen fahren. Bis zum Jahr 2035 will Dacia vollelektrisch fahren.


 

Dodge


Die US-Automarke Dodge, die zum Stellantis-Konzern gehört, ist aus der Historie heraus so gar nicht elektroaffin, verbindet man mit der Marke doch eher Muscle Cars. Dennoch ist mit dem Dodge Charger Daytona SRT für 2024 der Einstieg in die Elektromobilität geplant. Damit aber der typische Muscle Car Pilot das Gefühl hat in einem Verbrenner zu sitzen, wird dem Charger ein Auspuff spendiert, der 126 Dezibel erreichen kann und einem aktuellen Dodge Muscle Car Motor um nichts nachsteht. Zudem verbaut man ein eRupt-Getriebe, ein Mehrgang-Getriebe, bei dem eine elektromechanische Schaltung Schaltpunkte definiert.



 

DS


Die 2015 gegründete Marke DS positioniert sich im oberen Produktsegment des Stellantis-Konzerns und hat seit 2020 den vollelektrischen SUV DS 3 E-Tense im Angebot. Ab dem Jahr 2024 sollen keine Verbrenner mehr, sondern nur noch elektrische Modelle hergestellt werden. Dem DS 3 soll dann der DS 4 folgen, der mit einer 104 kWh-Batterie für 700 km Reichweite sorgen wird. Und ab 2025 haben die Kunden dann die Wahl zwischen reinen E-Modellen oder Plug-in-Hybriden.



 

e.Go Mobile


Die deutsche Next.e.GO Mobile SE, die aus dem Start-up e.GO Mobile hervorgegangen ist, präsentierte bereits im Jahr 2017 das rein elektrische Modell e:GO Life, das inzwischen eingestellt und vom e.Wave X abgelöst wurde. Der e.Wave X soll mit einem Listenpreis von rund 25.000 Euro den Einstieg in die urbane Elektromobilität von morgen bieten.



 

Elaris


Das hierzulande wenig bekannte deutsche Automobilunternehmen Elaris hat sich in den letzten Jahren in das Kleinwagensegment vorgewagt und mit dem Mini-Auto Dyo, dem kompakten SUV Beo und dem Kleintransporter Caro bereits drei aktuelle BEVs im Programm. Die Stufenheck-Limousine Jaco soll ab Ende 2023 mit einem Preis von rund 46.000 Euro eine Reichweite von 630 km (NEFZ) bieten.



 

Fiat


Als Teil des Stellantis-Konzerns bringt Fiat seit 2020 elektrische Modelle auf den Markt, allen voran den Fiat 500e, auf den 60 Prozent aller BEV-Verkäufe entfallen. Zwei weitere Elektro-Modelle kommen im Jahr 2023 neu hinzu: das Leichtfahrzeug Topolino und der kompakte Fiat 600e. Mitte 2024 folgt analog zum e-C3 der elektrische Fiat-Kleinwagen Pandina, der sowohl als Hybrid- als auch als reines Elektromodell vorfahren soll. Der Preis für das BEV-Modell wird bei rund 23.000 Euro liegen. Bis 2024 soll jeder Fiat auch elektrisch betrieben werden und spätestens ab 2030 soll es dann gar keine Verbrenner mehr geben.



 

Fisker


Fisker ist ein US-amerikanischer Hersteller von Elektrofahrzeugen, der 2016 vom Dänen Henrik Fisker gegründet wurde und seine Fahrzeugproduktion an Magna Steyr in Österreich ausgelagert hat. Der Fisker Ocean ist ein batterieelektrisches Crossover-SUV, das seit Mai 2023 ausgeliefert wird. Weitere Elektroautos sollen folgen: Fisker Ronin als viertüriger Cabrio-GT-Sportwagen, das SUV Fisker Pear und der viertürige Pickup Fisker Alaska.


 

Genesis


Genesis ist eine Luxus-Automobilmarke des koreanischen Automobilherstellers Hyundai, die seit 2021 drei vollelektrische Fahrzeuge im Portfolio hat. Ab 2025 werden alle neuen Genesis Modelle über einen elektrischen Antrieb verfügen, wobei man sich auf eine duale Elektrifizierungsstrategie konzentriert, die Brennstoffzellen- und batterieelektrische Fahrzeuge umfasst. Im Jahr 2024 kommt das Genesis GV80 Coupé zumindest in Korea (und wahrscheinlich später auch in Europa) auf den Markt und mit dem elektrischen GV90 möchte Genesis ab 2025 im High-End-Segment antreten. Vollkommen emissionsfrei geht es dann ab 2030 weiter.



 

Ford


Der US-amerikanische Autohersteller Ford hat neben dem E-Transit seit 2021 den vollelektrischen Mustang Mach-E im Programm. Ab Mitte 2026 wird Ford alle Pkw-Modelle in Europa mindestens in einer Plug-in-Hybrid- oder in einer batterieelektrischen Variante anbieten. Und ab 2030 wird das Pkw-Angebot nur noch aus rein elektrischen Fahrzeugen bestehen. 2024 werden in Europa sieben E-Modelle starten, drei Pkw- und vier Nutzfahrzeuge. Als nächstes soll das vollelektrische SUV Ford Explorer folgen. Aber auch der Puma und der Capri sollen in elektrischen Varianten erhältlich sein. Und dem Mach-E soll 2024 ein Rally-Ableger zur Seite gestellt werden.



 

Honda


Der japanische Automobilkonzern hat lange gebraucht, um ein rein batteriegetriebenes Fahrzeug auf den Markt zu bringen. Seit 2020 gibt es den Honda e, der allerdings im Jahr 2024 vom europäischen Markt verschwinden wird. Nun soll der nächste Schritt in Richtung Elektrifizierung folgen, das elektrische SUV mit dem sperrigen Namen e:Ny1, das im Jahr 2024 zu haben sein soll. Zudem soll Anfang 2024 auch der Honda Prologue rein elektrisch vorfahren. Damit legt Honda den Fokus auf Elektromodelle, doch der Einsatz von Wasserstofftechnologie soll in der Zukunft nicht ausgeschlossen sein.




Comentarios


bottom of page