E-Autos fahren Benzinern davon: 35 Prozent mehr Kilometer pro Jahr

Wer glaubt, Elektroautos würden vor allem als Zweitwagen für kurze Strecken genutzt, bekommt vom Kraftfahrt-Bundesamt überraschende Zahlen geliefert. Stromer legen inzwischen deutlich mehr Kilometer zurück als Benziner.
Elektroautos werden offenbar intensiver genutzt als vielfach angenommen. Nach aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts kamen rein batterieelektrische Pkw 2025 auf eine durchschnittliche Jahresfahrleistung von 11.312 Kilometern. Benziner brachten es dagegen nur auf 8.406 Kilometer. Damit fahren E-Autos im Schnitt rund 2.900 Kilometer oder 35 Prozent mehr pro Jahr.

Auch insgesamt wächst die Bedeutung der Stromer auf der Straße kräftig: Die mit batterieelektrischen Pkw zurückgelegte Jahresfahrleistung stieg gegenüber 2024 um 25,8 Prozent. Gleichzeitig sank sie bei Benzinern um 1,3 Prozent und bei Dieselfahrzeugen um 4,1 Prozent. Noch dominieren Verbrenner allerdings klar: 47,4 Prozent aller Pkw-Kilometer wurden 2025 mit Benzinern gefahren, weitere 35,4 Prozent mit Dieseln.
Warum Stromer pro Fahrzeug mehr Kilometer sammeln, weist das KBA nicht aus. Ein Grund dürfte die Struktur des Bestands sein: Elektroautos sind vergleichsweise jung und spielen im gewerblichen Bereich sowie bei Dienstwagen eine wichtige Rolle – Fahrzeuge also, die häufig überdurchschnittlich viel bewegt werden. Hinzu kommt: Wer zu Hause oder im Betrieb günstig laden kann, hat bei jedem zusätzlich gefahrenen Kilometer einen Kostenvorteil.
Die Zahlen zeigen jedenfalls: Das E-Auto ist längst nicht nur das Kurzstrecken- oder Zweitauto. Wer elektrisch fährt, fährt damit offenbar ziemlich viel.
Quelle: KBA


