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  • AutorenbildHarald Gutzelnig

Fraunhofer-Studie zeigt: Wasserstoff fürs Auto nicht wirtschaftlich

Wasserstoff ist eine der tragenden Säulen der Energiewende. Unklar ist allerdings, wie umfangreich Wasserstoff bei welchen Anwendungen eingesetzt werden soll. Entscheidend dabei ist der Wasserstoffpreis und die Konkurrenzfähigkeit von Wasserstoff im Vergleich zu anderen Optionen wie beispielsweise der direkten Elektrifizierung.


Wie wird sich die Wasserstoffnachfrage in bestimmten Sektoren entwickeln? Mit dieser Frage befasst sich eine neue Studie des Fraunhofer ISI und Energy Systems Analysis Associates – ESA² GmbH. Untersucht werden die Anwendungsbereiche Industrie, Verkehr und Energieumwandlung.


Eines der Kernergebnisse der Studie ist, dass sogenannte »No-Regret-Anwendungen« ein sehr wichtiger Treiber für die Wasserstoffnachfrage sind – Anwendungen also, bei denen kaum ökonomisch attraktive alternative Technologieoptionen zur Erreichung der ambitionierten deutschen Treibhausgasminderungsziele zur Verfügung stehen.


Wasserstoff wird auch in Zukunft für den Betrieb eines Autos nicht wirtschaftlich sein. (Foto: Shutterstock)

Dieser Mangel an Optionen bedingt, dass die Preise sich in Zukunft auf einem relativ hohen Niveau bewegen werden. Im Verkehrsbereich und speziell im internationalen Flug- und Schiffsverkehr dürfte es ebenfalls zu einer hohen, preisunelastischen Nachfrage nach synthetischen Kraftstoffen zur Treibhausgasminderung kommen, der vorrangig durch Wasserstoff und biogene Quellen gedeckt werden könnte. Daraus folgt, dass Wasserstoff bei PKW, LKW, Bussen oder Schienenfahrzeugen wahrscheinlich eher nicht eingesetzt wird, weil es hier mit der direkten Elektrifizierung eine Alternative gibt. Ein Marktpreis von über 90 €/MWh erscheint für das Jahr 2045 realistisch. Damit ist ein günstiger Wasserstoffeinsatz nicht möglich.


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