• Harald Gutzelnig

E-Autos von Tesla werden im chinesischen Bezirk Beidaihe ausgesperrt

Autos der Marke Tesla dürfen ab dem 1. Juli für mindestens zwei Monate nicht mehr in den chinesischen Küstenbezirk Beidaihe einfahren. Der Grund: der Bezirk ist Schauplatz eines geheimen jährlichen Sommertreffens der Parteiführung.


Die Automobilhersteller rüsten ihre Fahrzeuge zunehmend mit Kameras und Sensoren aus, die Bilder von der Umgebung des Fahrzeugs aufnehmen. Die Kontrolle darüber, wie diese Bilder verwendet und wohin sie gesendet und gespeichert werden, ist eine schnell wachsende Herausforderung für die Branche und die Regulierungsbehörden in aller Welt. Und China ist dies natürlich ein Dorn im Auge. Zumal Tesla-Fahrzeuge über mehrere Kameras verfügen, die jederzeit die Umgebung filmen können.


Bildquelle: Shutterstock/Adam Crase KungFuImaging

Bereits Anfang Juni kam es in Chengdu ebenfalls zu einem Tesla-Verbot, weil Präsidenten Xi Jinping die Stadt besucht hatte. Bekannt wurden die nicht offiziell angekündigten Beschränkungen für Tesla-Autos, nachdem in den sozialen Medien Videos aufgetaucht waren, auf denen zu sehen war, wie Tesla-Autos von der Polizei aus bestimmten Bereichen weggeleitet wurden.


Der Beamte der Verkehrspolizeibrigade Beidaihe, der seinen Namen nicht nennen wollte, nannte keinen Grund für die Maßnahme, erwähnte aber gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, es handele sich um "nationale Angelegenheiten".


Übrigens ist das keine Schikane, die nur der chinesischen Zentralregierung einfällt, Probleme mit Teslas hat man auch in Staaten, die durchaus demokratisch gesinnt sind. Auch die Polizei und das LKA in Berlin wollen keine Teslas auf ihren Liegenschaften sehen. Teslas gelten auch hierzulande als sicherheitsrelevante Gefährdung. Aber es gebe keine Verbot für Teslas, auch wenn das Schreiben der Behörde zunächst als solches tituliert war. Das Verbot in Sicherheitsbereichen für Bild- und Tonaufnahmen, erstreckt sich auch auf Kameras im Auto. Und für dessen Einhaltung sei jeder Bürger selbst verantwortlich.


Quelle: Reuters