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Keba Wallbox: Wie aus vielen Bauteilen ein smarter Lader wird

  • Autorenbild: Armin Grasmuck
    Armin Grasmuck
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

In der Produktion einer Wallbox aus dem Premiumsegment stecken hochwertige Bauteile, Präzision und jede Menge positive Energie.


Ein schnödes Kästchen? An der Wand angebracht, mit Kabel, damit das Elektroauto geladen werden kann? Eine Wallbox des Jahres 2026 ist viel mehr – und sie bietet viel mehr. Zumindest das Modell aus dem Premiumsegment.


Special Edition: electricar-­Chefredakteur Armin Grasmuck mit der Keba KeContact P40, die er selbst zusammengebaut hat. Foto: Keba
Special Edition: electricar-­Chefredakteur Armin Grasmuck mit der Keba KeContact P40, die er selbst zusammengebaut hat. Foto: Keba

Ortstermin bei der Keba Group AG, Reindlstraße 51 in Linz, nur wenige Schritte von der Donau entfernt. Es ist die Zentrale des international agierenden Technologieunternehmens, das seit fast 60 Jahren durch innovative Lösungen für die Automation von Industrie, Banken, Dienstleistungen sowie im Energiebereich bekannt ist – und für seine Wallboxen.


Sieht einfach aus, erfordert höchste Konzentration: das Fixieren der modularen Steuerplatine, im Fachjargon Mainboard, mit dem Akkuschrauber. Foto: Keba
Sieht einfach aus, erfordert höchste Konzentration: das Fixieren der modularen Steuerplatine, im Fachjargon Mainboard, mit dem Akkuschrauber. Foto: Keba

Gefertigt in Österreich


Made in Austria – mit diesem Gütesiegel sollen der gehobene Standard und die erstklassige Qualität der Wandlader von Keba hervorgehoben werden. Tatsächlich sind die Modelle wie die neue KeContact P40 in Linz gefertigt. Wer die Möglichkeit hat, sich intensiver mit der Produktion zu beschäftigen, erkennt schnell: Es ist ein beeindruckendes Zusammenspiel von perfekt automatisierten Sequenzen, moderner Technik und mitunter filigraner Handarbeit. Teil für Teil, Schritt für Schritt, nachvollziehbar, dokumentiert und in jeder Phase auch akkurat kontrolliert.


„Als Hersteller von Wallboxen hat sich Keba dank hoher Qualität made in Austria, einfacher Bedienbarkeit für die Installateurbetriebe und Anwender, offener Schnittstellen und der umfangreichen Servicestellen einen Namen gemacht“, sagt Stefan Richter, CEO von Keba Energy Automation: „Wir können heute Ladelösungen von vier bis 480 Kilowatt anbieten.“ Der Hersteller stuft seine Produkte zudem als CO2-optimiert ein, was dem Ziel von null Emissionen in der E-Mobilität entspricht.


In der Elektronikproduktion: Stefan Richter (links), CEO von Keba Energy Automation und Projektmanager Stefan Zeitlinger (rechts) mit Chefredakteur Grasmuck. Foto: Keba
In der Elektronikproduktion: Stefan Richter (links), CEO von Keba Energy Automation und Projektmanager Stefan Zeitlinger (rechts) mit Chefredakteur Grasmuck. Foto: Keba

KI unterstützt


Mit welcher Stringenz die Produktion der Wallboxen vollzogen wird, ist auch in der Elektronikfertigung zu sehen, die neben Forschung und Entwicklung in einem eigenen Bereich am Hauptsitz der Keba Group angesiedelt ist. In den weiten Räumen werden vor allem Steuerungen und Bedienkonzepte für komplexe Systeme der Automatisierung realisiert – darunter das Herzstück der Wallbox, dieses Mainboard, wie die modulare Steuerplatine der Wallbox im Fachjargon genannt wird.


Zusammengebaut werden die Wandlader gut drei Kilometer weiter, am Keba-

Standort in der Linzer Industriezeile. Es ist ein Musterbeispiel der modernen Werkhalle. Großzügig, sauber, intelligent strukturiert. Die eigentliche Produktion wird über spezielle Software vom Computer aus gesteuert. Effizient wie praktisch lautet das Prinzip: Der Rechner sagt, was und wie zu tun ist. Griffbereit liegen die Einzelteile und das benötigte Werkzeug bereit. Gehäuse, Schrauben, Akkuschrauber. Die Fachkraft aus Fleisch und Blut sorgt dafür, dass der Arbeitsschritt entsprechend ausgeführt wird. Alles klar?! Die von künstlicher Intelligenz unterstützte Software prüft schließlich, ob das Ergebnis den hohen Ansprüchen des Unternehmens genügt.


Handarbeit 2.0: Jede Bauphase wird vom Computer vorgegeben und von künstlich intelligenten Assistenten überwacht. Foto: Keba
Handarbeit 2.0: Jede Bauphase wird vom Computer vorgegeben und von künstlich intelligenten Assistenten überwacht. Foto: Keba

Tech-Paket als Extra


Höchst beeindruckend ist, wie speziell sich manche Sequenz darstellt. Da wird das vermeintlich einfache Anbringen des für jede Wallbox individuell angefertigten Aufklebers mit Typ und Seriennummer zur herausfordernden Fingerarbeit. Ein Millimeter zu weit rechts – Fehlproduktion. Aufkleber abziehen, noch einmal ausdrucken und noch einmal aufkleben.


Der Unterschied zwischen hoher und höchster Qualität liegt auch hier im Detail. Nur wenn die Hauptkomponenten der Wallbox – etwa die Typ-2-Steckdose, der integrierte Energiezähler, der wichtige FI-Schutzschalter, das WLAN-Modul, die LED-Statusanzeige oder das sechs Meter lange Ladekabel – perfekt integriert sind, geht der Wandlader in den Handel. Und nur wenn das Typenschild richtig aufgeklebt ist.

Smart und modern


Die Wallbox KeContact P40 ist das Topmodell des renommierten Produzenten Keba. Laut Hersteller ist dieser moderne und intelligente Wandlader speziell für den Einsatz im privaten wie im halböffentlichen Bereich geeignet. Er wird in den Farben Weiß oder Schwarz ausgeliefert. Die P40 ist das Nachfolgemodell der erfolgreichen KeContact P30, die mehr als 500.000 verkauft wurde. Sie kann schnell und einfach über Bluetooth und die E-Mobility-App von 0 installiert werden, bietet Ladeleistungen von bis zu 22 Kilowatt. Auch LAN und WLAN unterstützt die Wallbox, sie kann auch mit einem 4G-Modem genutzt werden. Die Variante P40 Pro bietet ein integriertes LTE-Modul, den präzisen Stromzähler, Plug-and-Charge und bidirektionales Laden. Beide Modelle gibt es auch als Socket-Edition mit Typ-2-Buchse. Preis der P40 in der Basisversion: ab 969 Euro.

 
 
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