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  • AutorenbildPhilipp Lumetsberger

Ladetarife im Vergleich

Wer sein E-Auto unterwegs mit frischer Energie versorgen möchte, sollte genau planen und auf den Preis achten.


Die Zahl der Elektroautos auf den deutschen Straßen steigt kontinuierlich, genauso wie die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Durch die Zahlen des Kraftfahrtbundesamts ist belegt, in welchem Umfang der Bedarf steigt: Im Jahr 2023 wurden in der Bundesrepublik 524.219 Elektroautos neu zugelassen. Dies entspricht einem Anteil von 18,4 Prozent an den Neuzulassungen insgesamt.


Doch auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet stetig voran. Laut einer Statistik der Bundesnetzagentur vom Oktober 2023 stehen E-Autofahrern 87.115 öffentlich zugängliche Normal- und 21.111 Schnellladepunkte in Deutschland zur Verfügung. An den Ladepunkten können gleichzeitig insgesamt 3,78 Gigawatt Ladeleistung bereitgestellt werden.


Ladestromtarif unentbehrlich


Damit das Fahrzeug jedoch auch an öffentlich zugänglichen Ladestationen den Strom ziehen kann, ist der Ladestromtarif essenziell. Ob der Fülle an Anbietern ist es für E-Autofahrer kein leichtes, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt, dass sich die einzelnen Ladestationen in verschiedenen Bereichen wie etwa der Ladeleistung oder den Anschlüssen mitunter stark unterscheiden. Darüber hinaus sind diese – im Unterschied zu klassischen Tankstellen – manchmal auch schwer zu finden. Viele Ladestationen befinden sich auf öffentlichen Parkplätzen, vor Supermärkten oder Autowerkstätten. Da heutzutage das Smartphone für viele ein fixer Begleiter im Alltag ist, liegt es auf der Hand, dass speziell entwickelte Applikationen bei der Suche nach der nächstgelegenen Ladestation einen wertvollen Dienst erweisen können. Dies haben auch zahlreiche Anbieter von Ladetarifen erkannt und passende Software-Module für Mobiltelefone entwickelt. Mit diesen ist es außerdem möglich, den Ladevorgang bequem per Knopfdruck zu starten und zu beenden.


Großes Tarifangebot


Den für die eigenen Bedürfnisse passenden Ladetarif für unterwegs zu finden, ist in Anbetracht der Fülle an Angeboten sehr komplex. Große Unterschiede offenbaren die einzelnen Tarife etwa bei den Ladekosten, den monatlichen Grundgebühren, zusätzlichen Extragebühren und der nutzbaren Ladeinfrastruktur. Außerdem gibt es spezielle Tarifangebote für Wenig- und Viellader an öffentlichen Ladestationen. Wir haben uns am Markt umgesehen und die Tarife aller Anbieter in Deutschland und Österreich, die auch eine passende Lade-App im Angebot haben, sowie deren Applikationen unter die Lupe genommen.


Referenzfahrzeug


Für die Ermittlung der jährlichen Kosten für unser Referenzfahrzeug wurden folgende Parameter festgelegt:


• Verbrauch: 0,17 kWh pro Kilometer, monatlicher Energieverbrauch an öffentlichen Ladestationen: 212,5 kW (gemessen an einer zurückgelegten Strecke von 1.250 Kilometer/Monat) – geladen zu gleichen Teilen an AC- und DC-Ladestationen, dies ergibt einen jährlichen Energieverbrauch von 2.550 kW

• Kosten Blockiergebühr: einmal drei Stunden Ladedauer an

AC-Station, einmal drei Stunden Ladedauer an DC-Station pro Monat

• Anzahl Ladevorgänge: sechs pro Monat bzw. 72 pro Jahr

• Bei den jährlichen Kosten wurde auch die monatliche Grundgebühr, sofern vorhanden, eingerechnet.

• Bei etwaigen einmalig anfallenden Kosten wurden diese bei den

jährlichen Gesamtkosten hinzugerechnet.



So haben wir getestet


Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir anhand eines fiktiven Beispielfahrzeugs die jährlichen Ladekosten für jeden Tarif ermittelt. Etwaige Aktionen mit zeitlich begrenzten Sonderpreisen wurden bei der Berechnung berücksichtigt. Dabei haben wir beim Großteil der Anbieter jene Kosten an den Ladepunkten berücksichtigt, die von den jeweiligen Anbietern selbst betrieben werden. Bei drei Anbietern wurden als Grundlage die so genannten Roaming-Kosten als Berechnungsgrundlage herangezogen.


Die Teilnote Tarif wurde wie folgt ermittelt: 40 % Gesamtkosten des Referenzfahrzeugs pro Monat (siehe unten) + 20 % Anzahl der insgesamt verfügbaren Ladepunkte (eigene und Roaming-Partner) + 15 % Kosten für die Blockiergebühren + 10 % Vertragslaufzeit + 15% Kundenbindung in Form einer Mitgliedschaft oder eines Strom- bzw. Versicherungsvertrags.


Die Teilnote App wurde folgendermaßen ermittelt: 10 % Optik + 30 % Bedienbarkeit + 30 % Filter-Umfang + 10 % Anzeige aktueller Auslastung +

20 % Zahlungsmethoden


Die Kategorien „Optik“ und „Bedienbarkeit“ wurden von unserer vierköpfigen Jury bewertet. Beim „Filter-Umfang“ und den „Zahlungsmethoden“ wurden von uns vorab Features bzw. Zahlungsmöglichkeiten festgelegt und danach deren Vorhandensein bewertet.


Beim „Filter-Umfang“ und den „Zahlungsmethoden“ wurden von uns vorab Features bzw. Zahlungsmöglichkeiten festgelegt und danach deren Vorhandensein bewertet. Zur Bewertung des Filterumfangs wurden 13 unterschiedliche Funktionen festgelegt und anhand eines Benotungsschlüssels mit einem Prozentsatz gewichtet. Bei jeder einzelnen App wurden die vorhandenen Funktionen mit unserer Bewertungstabelle verglichen und dementsprechend die Prozentpunkte verteilt. Bei den Zahlungsmethoden wiederum wurde das Vorhandensein einer der beiden Zahlungsoptionen „Kreditkarte“ oder „Lastschrift“ als Basis herangezogen. Für jede weitere zur Verfügung stehende Zahlungsoption wurden um fünf Prozentpunkte mehr in dieser Teilkategorie vergeben.


Die Gesamtnote setzt sich zusammen aus: 70 % Tarif-Note + 30 % App-Note.






1 comentariu


HansPeter Pletscher
HansPeter Pletscher
29 apr.

Was ist das für ein Schwachsinniger Vergleich, kein Ionity, kein Tesla. Alles Öffentliche Säulen auch in Deutschland.

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