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  • AutorenbildArmin Grasmuck

Mercedes EQE SUV im ELECTRICAR Praxistest

Gut laufen die Geschäfte. Die Bilanz ist eindrucksvoll, vielversprechend klingen die Umsatzprognosen. Haben Sie den Sinn, die Position und das Budget für den Geschäftswagen, der zu Ihnen passt? Und vor allem: Möchten Sie wissen, welches Auto Sie standesgemäß, höchst komfortabel und sicher zur nächsten Vertragsunterschrift bringt? Okay, dann lesen Sie weiter! Der Mercedes EQE SUV hat per Definition das Potenzial, selbst erfolgsverwöhnte Strategen nachhaltig zu beeindrucken. Elektromobilität im Premiumsegment. Big Business auf vier Rädern. Selbstverständlich ist dieser Stromer auch eine Alternative für private Einsätze, die den höchsten Ansprüchen genügen sollen. Mit dem gebotenen Respekt nähern wir uns an ...

Selbstbewusst und souverän strahlt uns der große Breite entgegen. Klare Konturen, Kraft und Volumen in jeder Sequenz, die Frontpartie verspricht Dynamik – der Stern, ja dieser Stern weist wie seit mehr als hundert Jahren den Weg. Wir öffnen die Türen und bemerken erst jetzt, wie groß und breit der EQE SUV wirklich ist. Rein, fein, hingesetzt. Türe zu, ruhig wird es. Wie in einer neuen Welt.


Großzügig wirkt dieser E-Mercedes im ersten Eindruck. Modern, elegant, edel, aufgeräumt, irgendwie auch gemütlich. Es mag an den Sitzen liegen, die sich wohlgeformt und bequem anfühlen. Und diese Ruhe ... Wir stehen hier mitten in der Vorstadt und hören so gut wie keine Außengeräusche. Wir starten, rollen los, stadteinwärts, es bleibt ruhig. Surreal wirkt es. Dieses massive Elektroauto gleitet auch mit 50 oder 60 Sachen fast lautlos über den Asphalt.


Vertrautes Interieur


Es spricht für die einzigartige Kraft der traditionsreichen Marke, dass der Innenraum dieses neuen Modells auf Anhieb vertraut wirkt. Es ist ein Mercedes, und er wird gefahren wie ein Mercedes. Hier gibt es Knöpfe, Schalter und Regler, die sich einfach bedienen lassen. Dazu strahlen zwei Bildschirme: das 12,3 Zoll große Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad und der zentral angeordnete 12,9-Zoll-Touchscreen, über den das Infotainment gesteuert werden kann.

Einfacher und angenehmer ist es jedoch, die Befehle und Wünsche über die Sprachsteuerung zu artikulieren. Sie funktioniert im EQE SUV – im Gegensatz zu den mitunter holprigen Angeboten anderer Neustarter – perfekt. So fühlt sich die Mobilität von morgen an.


Für Taktgeber - Das Cockpit des Mercedes EQE SUV wirkt edel und gehaltvoll, ist optional über Sprachbefehle zu steuern. Auch die Passagiere im Fond reisen höchst komfortabel.

Ebenso attraktiv und ausgereift sind die künstlich intelligenten Assistenzsysteme, die auf Wunsch das Kommando übernehmen. Wir geben das Ziel in die Navigation ein, den Rest erledigt das Fahrzeug. Auf der Landstraße, in der Stadt, später auf der Autobahn – der Mercedes fährt praktisch im Alleingang. Er hält konstant den Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen, er bremst, er schließt wieder auf. Beeindruckend ist, dass dieser Stromer auch stets in der richtigen Geschwindigkeit unterwegs ist. Rechtzeitig vor dem Ortsschild hat er auf 50 heruntergebremst. Soll er von der Bundesstraße rechts in eine kleinere Landstraße abbiegen, vermindert er konsequent das Tempo. Wenn es die Straßenverhältnisse erfordern, kriecht er mit zehn Stundenkilometern um die Kurve. Auch dem Kreisverkehr begegnet der EQE SUV wohlweislich mit der entsprechend reduzierten Geschwindigkeit.


Und wir? Wir registrieren es mit großen Augen, lenken, mehr braucht es kaum. Es ist entspannend, ein Genuss. Wer etwas länger unterwegs ist, kann per Sprachbefehl zudem die Massagefunktion im Sitz aktivieren und auf diese Weise die Rückenmuskulatur geschmeidig halten.


Geschmeidig in jeder Lage


Höchste Fahrkultur, technisch sowie gemessen an den Sicherheits- und Komfortattributen, dafür steht Mercedes. Für den geneigten Kunden ist es zweifellos entscheidend zu wissen, dass der Premiumhersteller aus dem Schwabenland seine Qualitätsansprüche mit aller Konsequenz auch in die Zukunft transformiert.


Es ist in diesem Elektromodell zudem beeindruckend, wie geschmeidig jede Unebenheit auf dem Fahrbahnbelag verarbeitet wird. Schlaglöcher in der Nebenstraße, Gullydeckel auf der Ortsdurchfahrt – der große Breite gleitet sanft, weil gut gedämpft darüber. In diesem chilligen Modus ist er trotz seines üppigen Volumens überraschend effizient unterwegs, der EQE SUV gleitet hier mit einem Verbrauch von 20 bis 22 Kilowattstunden über den Asphalt. Im entspannten Alltagsverkehr sollen mit voll geladenen Akkus somit mehr als 550 Kilometer ohne nachzuladen drin sein.



Stabile Ladekurven


Wer es knackiger und den rein elektrischen Mercedes mit mehr als 150 Stundenkilometer über die Autobahn treiben möchte, schaltet in den Sportmodus – und erhöht entsprechend den Verbrauch. Je nach Tempo, Wetter und Verkehrsgeschehen reduziert sich die Reichweite dann auf 300 Kilometer oder weniger.


Stichwort Laden. Der EQE SUV ist mit einem Bordnetz von 400 Volt ausgestattet. An Schnellladesäulen kann er den Strom mit bis zu 170 Kilowatt ziehen. In der Praxis bedeutet dies: Die Batterie kann in einer knappen halben Stunde von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Auf den Testfahrten beeindruckt uns, dass die Ladekurven an den meisten Stromsäulen relativ stabil und zuverlässig sind. Im Vergleich zu einigen Konkurrenten, die ihre Ladevorgänge unheimlich leistungsstark beginnen und bereits nach wenigen Minuten nur noch mickrige Werte erreichen.


Preisintensive Extras


Kraftvoll, komfortabel und kultiviert – bei einem Höchstmaß an Sicherheit: Der Mercedes EQE SUV ist nachweislich ein Primus im Premiumsegment. Er schafft es die Qualitätsmerkmale, für welche die Stuttgarter Edelschmiede traditionell steht, mit dem Vorzügen der Mobilität von morgen zu vereinen. Und jeder, der sich ernsthaft damit beschäftigt, ahnt es sofort: Das kostet. Unser Testmodell – offiziell ein EQE 350 4matic SUV – steht mit den Grundpreis von 75.250 Euro in der Liste. Netto.


So, wie wir ihn fahren, wird er noch preisintensiver. Sitze mit Nappaleder, das eindrucksvolle Akkustiv-Komfortpaket, die Design-Linie von AMG, 21-Zoll-Leichtmetallräder, die Hinterachslenkung, Multikultursitze für Fahrer und Beifahrer, die variable Luftfederung Airmatic und einiges mehr. Das macht unter dem Strich stolze 123.307,80 Euro. Brutto.


Attraktive Leasingraten


Die Kenner von Mercedes wissen, dass diese Werte in der EQE-Reihe sich äußerst variabel gestalten. Es gibt fünf weitere Varianten, zwei günstigere und drei sportlichere. Das Spitzenmodell AMG EQE 53 4matic+ SUV – Leistung 460 Kilowatt, in 3,7 Sekunden von null auf hundert Stundenkilometer – schlägt mit dem Grundpreis von 139.438,25 Euro zu Buche.


Den Buchhaltern dürfte dieser wuchtige Stromer folglich die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn drücken. Im Normalfall ist der EQE SUV ohnehin ein Geschäftsfahrzeug, das von den Unternehmen im Leasing betrieben wird. Ein kurzer Blick auf die aktuell angebotenen Raten wirkt weit attraktiver als die schnöden Zahlen auf der Preisliste. Bereits ab gut 700 Euro im Monat ist dieser Mercedes der Oberklasse demnach zu haben.


Allzeit souverän im Auftritt


Es bleibt festzuhalten: Der Führungskraft oder dem nachhaltig erfolgreichen Außendienstler sind in diesem Raumgleiter dienstliche Auftritte in Bestform garantiert. Durch sein optisch und inhaltlich allzeit souveränes Erscheinen unterstreicht der Stromer die Ambitionen seines Fahrers. Sollte die Möglichkeit bestehen, potenzielle Kunden zu transportieren, kann dieses Fahrzeug einen positiven Seitenaspekt ausmachen.


Der Mercedes EQE SUV präsentiert sich als verlässlicher Partner auf kurzen, mittleren und über längere Distanzen. Diese Art des Fortkommens hat zudem das Potenzial, neue Maßstäbe auf dem Weg in den verdienten Urlaub zu setzen.


Technische Daten

Hersteller

Mercedes

Modell

EQE SUV

Antriebsart

Elektro

Leistung

214 kW / 292 PS

Maße / Gewicht

4.863 x 1.931 x 1.685 mm / 2.640 kg

Antriebsachse

Allrad

Anzahl der Türen

5

Kofferraum­volumen

520 - 1.675 l

Reichweite

513 km (WLTP)

0-100 km/h

6,7 Sekunden

Spitze

210 km/h

Preis

ab 83.478,50 €










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