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Fiat Topolino: Kleinstromer mit neuem Display und frischer Optik

Autorenbild: Beatrice Bohlig
Beatrice Bohlig
vor 2 Stunden
3 Min. Lesezeit

Nur gut 2,5 Meter misst der Topolino von Fiat in der Länge. Umso größer trumpft das würfelförmige Leichtkraftfahrzeug im Stadtverkehr auf – und bei der Suche nach dem Parkplatz.



Vanessa Schwalm steht vor einem Großbildschirm und strahlt über das ganze Gesicht. „Erschwingliche Mobilität für alle“ biete die Pkw-Sparte von Fiat, freut sich die Vertriebsexpertin aus dem Stellantis-Konzern. „Wachstum in Mikromobilität“, so leuchtet es auf dem XXL-Monitor, zähle dabei zu den aktuellen Zielen des italienischen Herstellers „urbaner Ikonen“ wie Fiat 500 und Pandina. „Bunt und voller Lebensfreude“ wolle man sich der vielschichtigen Zielkundschaft präsentieren.


Foto: BeHonest/Citroën
Foto: BeHonest/Citroën

Gewiss, in ihrer offiziellen Funktion als Sales Animation Manager der Landesgesellschaft Fiat und Abarth Germany schlägt die Führungskraft schon von Berufs wegen optimistische Töne an. Doch plakative Produktversprechen wie „Leichtigkeit“ und „Dolcevita“ ziehen sich nicht allein als roter Faden durch Schwalms Präsentation – ihr Arbeitgeber hält diese Attribute auch in Form des Kleinstwagens Topolino auf dem Parkplatz zur ausgiebigen Probefahrt bereit.


Etwa in der neuen Außenfarbe „Corallo“, für die sich electricar entscheidet. Damit lackiert, wirke „der italienische Elektro-Zweisitzer noch lebhafter“, heißt es vom Autoanbieter. Und agile Anmutung in jeglicher Hinsicht ist ein wichtiges Argument im Geschäft mit Mikromobilen, in dem bereits andere Großunternehmen – etwa Renault mit den Modellen Twizy und Mobilize – mitgemischt haben und kleinere Anbieter à la Ligier und Microlino Marktnischen finden.


  • Foto: BeHonest/Citroën

Einstiegsauto für junge Leute


Technisch eng verwandt ist das „Mäuschen“, so die Übersetzung von „Topolino“ ins Deutsche, von Fiat mit dem Rocks-e der Schwestermarke Opel und dem Ami von Citroën (siehe Kasten). Vom Band läuft das Trio im marokkanischen Stellantis-Werk Kenitra. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die strikt auf 45 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit der drei Mini-Fahrzeuge: Lenken dürfen sie folglich bereits Jugendliche ab 15 Jahren mit einem Führerschein der Klasse AM.


Der modellgepflegte Fiat Topolino bietet neben dem nach orangerot schimmernden Korallenriffen benannten Lackton nun ein auf 14,5 Zentimeter in der Diagonale vergrößertes Zentraldisplay. Voll digitalisiert ist das Kombiinstrument, „modernisierte Grafiken und eine klarere Darstellung“ machen die Benutzung laut Fiat noch einfacher.


Foto: BeHonest/Citroën
Foto: BeHonest/Citroën

Sportversion mit „Monsterlino“


Mit der Länge von gerade mal 2,55 Metern und seinem wohltuend kleinen Wendekreis ist das vom Gesetzgeber unter dem Kürzel L6e eingestufte Leichtkraftfahrzeug wie gemacht für Kurzstrecken in Ballungsräumen. Der sechs Kilowatt (umgerechnet 8,2 PS) starke E-Motor und das unauffällig arbeitende Automatikgetriebe überzeugten die Redaktion aber auch auf ausgedehnten Feld- und Wirtschaftswegen. Die 7-kWh-Batterie des Topolino soll eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern (WMTC) ermöglichen und nach vier Stunden an einer 220-V-Haushaltssteckdose wieder aufgeladen sein.


Ab 49 Euro monatlich lässt sich der Topolino leasen, und mit 9990 Euro steht Fiats Pfiffikus in der Preisliste. Für 1500 Euro mehr surrt alsbald die Sonderedition Topolino Sport in den Handel. Ein Plus an Antriebsleistung bietet diese stückzahllimitierte Ausführung zwar nicht – sonst hätte sie womöglich den Namen Abarth tragen dürfen, der besonders potente Fiat-Derivate ziert. Dafür sollen schmucke Details wie mattschwarze Felgen und eine Ablagebox in Carbon-Optik sowie Bluetooth-kompatible Lautsprecher des Typs „Monsterlino“ Verkaufsimpulse schaffen.


„Der Fiat Topolino ist europaweit die Nummer eins im Segment“, hebt Vanessa Schwalm denn auch hervor. Und dies, daran lassen die Kernbotschaften der Verkaufsspezialistin keinerlei Zweifel, soll auch so bleiben.

Ein Freund für alle Fälle


Citroën offeriert für seinen Mini-Stromer Ami einen neuen Umbausatz, der sich an Menschen mit Einschränkungen der unteren Gliedmaßen richtet: Mit dem Kit „ami[for]all“ sollen etwa Rollstuhlfahrer „mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag“ gewinnen, heißt es bei dem französischen Stellantis-Label. Daher beinhaltet die in Kooperation mit dem Meckesheimer Mobilcenter Zawatzky realisierte Umrüstung neben einem auf 90 Grad vergrößerten Türöffnungswinkel und einer Halteschlaufe zur Erleichterung von Ein- und Ausstieg auch ein sogenanntes Transferbrett, das im Bedarfsfall leicht auszuklappen ist. „Gas und Bremse lassen sich über eine Handbedienung steuern“, so Citroën, zusätzlich erleichtert ein Lenkraddrehknauf das Rangieren. Ein Faltrollstuhl wird per speziellem Heckträger mitgeführt oder auf dem Soziussitz verstaut. Die ami[for]all-Aufpreise variieren je nach Umfang weiterer Modifikationen. Das in electricar abgebildete Kit kostet inklusive TÜV-Abnahme rund 5160 Euro.


  • Foto: BeHonest/Citroën

 
 
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