Schnelllader: Mercedes-Lkw Actros 600 zieht Strom im Hochgebirge
- Armin Grasmuck

- vor 1 Stunde
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Für batteriegetriebene Ausflügler und professionelle Hochtourer: Die neue Schnellladesäule von Keba E-Mobility am Hochtor macht das Stromziehen zu einem einzigartigen Erlebnis. Sie liegt an der Großglockner-Hochalpenstraße, auf 2500 Metern, im Grenzbereich zwischen Salzburg und Kärnten. Es ist der höchste Punkt der beliebten Panoramaroute – und die am höchsten gelegene Schnellladestation für Elektrofahrzeuge in Österreich. electricar steuert die neue Stromstelle zusammen mit Verantwortlichen von Keba sowie dem Logistikbetrieb Hofmann und Neffe an.
Wie elektrisierend dieser einzigartige Ladepunkt, betrieben von der Großglockner Hochalpenstraßen AG, wirklich ist, wird im Idealfall mit dem Starkstromer im reinen Wortsinn getestet – und mit einem Vollprofi am Lenkrad. Charly Buchgeher, der Routinier und Werkstattleiter von Hofmann und Neffe, steuert den rein elektrisch und massiv angetriebenen Lkw Mercedes E-Actros 600 von Linz aus zum Großglockner. Einen 40-Tonner, der sich locker und leicht wie ein Kleinbus durch das Hochgebirge zu schlängeln scheint. Ohne Ächzen, ohne Scheppern, fast lautlos mit bis zu Tempo 60 auf den stark ansteigenden Geraden, geschmeidig selbst in engen Kehren.

Fernsicht inklusive
Oben angekommen, zieht Buchgeher den Strom mit konstanten 160 Kilowatt aus der Säule in die 600 Kilowattstunden starke Batterie des Schwertransporters. Einfach Lade- oder Kreditkarte an das Terminal halten, schon fließt der zu 100 Prozent regional erzeugte Grünstrom – die atemberaubende Fernsicht inklusive. Der erfahrene Trucker beschränkt den Ladestopp auf ein Minimum, denn bergab sorgt die effiziente Rekuperation des E-Actros ohnehin für frische Energie.

Fotos: Thomas Riese / Keba


