• Harald Gutzelnig

US-Qualitätsstudie zeigt Schwächen bei E-Autos

Die Studie, die mittlerweile zum 36. Mal vom Verbraucherforschungs-unternehmen J.D. Power durchgeführt wird, basiert auf den Antworten von 84.165 Käufern und Leasingnehmern von Neufahrzeugen des Modelljahres 2022. Der Fragenkatalog umfasst 223 Fragen zu Infotainment, Ausstattung, Bedienelemente und Anzeigen, Exterieur, Fahrassistenz, Innenraum, Antriebsstrang, Sitze, Fahrerlebnis und Klima.


Die Ergebnisse sind ernüchternd. Pandemiebedingt (Personalausfälle, Unterbrechung der Lieferketten, etc.) sank die Qualität der Neuwagen bzw. kam es zu deutlich mehr Problemen, die in der Geschichte der Studie sogar einen Rekord darstellen. Im Vergleich zu den Ergebnissen von 2021 verzeichnete die Branche einen Anstieg der Probleme pro 100 Fahrzeuge (PP100) um 11 %. Der Branchenschnitt liegt aktuell bei 180 PP100.


Interessant auch: Bei Fahrzeugen aus dem Massenmarkt treten weniger Probleme auf als bei Premiumfahrzeugen: Käufer von Premiummarken kaufen in der Regel mehr Technik in ihren Fahrzeugen, und die zusätzliche Komplexität dieser Technik erhöht die Wahrscheinlichkeit von Problemen. Da ist es wohl nur logisch, das batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs) ebenfalls mehr Probleme aufweisen als solche mit Verbrennern – vor allem E-Autos der Marken Polestar und Tesla.


Bildquelle: J.D.Power

Die bestplatzierten Marken

Buick ist die Marke mit der höchsten Bewertung mit einem Wert von 139 PP100. Dodge (143 PP100) liegt auf Platz zwei und Chevrolet (147 PP100) auf Platz drei. Unter den Premiummarken belegt Genesis (156 PP100) den höchsten und insgesamt den vierten Platz. Lexus (157 PP100) liegt auf Platz zwei und Cadillac (163 PP100) auf Platz drei. Die hinteren Plätze belegen Volvo, Chrysler und Polestar. Auch VW und Audi schneiden nicht gut ab.


Quelle: J.D. Power