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  • AutorenbildHarald Gutzelnig

Volkswagen unter Preisdruck: „Wachsen nicht um jeden Preis“

Ralf Brandstätter, Chairman und CEO der Volkswagen Group China, hielt am diesjährigen China Auto Forum eine Rede, in der er die Strategie von VW erläuterte.


Er bekräftigt darin, dass China seit langem das Zentrum der internationalen Automobilindustrie ist. VW sei seit 40 Jahren in China. Gemeinsam mit unseren starken Joint-Venture-Partnern SAIC und FAW habe man individuelle Mobilität für viele Millionen Menschen zugänglich gemacht.


China und Volkswagen habe eine lange, gemeinsame Geschichte. Darauf werde man weiter aufbauen. Gemeinsam werde VW einmal mehr eine neue Ära der individuellen Mobilität gestalten. Eine neue Ära, die mit dem Aufkommen des Intelligent Connected Vehicle (ICV) bereits begonnen hat. Und Volkswagen will in dieser neuen Ära in China eine führende Rolle spielen.


Brandstätter erwähnt, dass im wichtigen Segment der SUV kein anderer Hersteller mit 30 Modellen ein so umfassendes Angebot wie der Volkswagen Konzern hat. Bis 2030 werden wir insgesamt 17 neue Verbrenner-Modelle auf den Markt bringen. Und man werde die BEV-Offensive beschleunigen. Bis 2030 wolle man das Angebot an vollelektrischen Fahrzeugen für den Konzern auf mindestens 30 Modelle ausbauen. Er schätzt, dass bis 2030 der Gesamtmarkt auf 28 bis 30 Millionen Fahrzeuge anwachsen wird und 74 Prozent davon NEVs (New Energy Vehicle = Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik) sein werden, mehr als 55% werden vollelektrisch sein.


Ralf Brandstätter, Chairman und CEO der Volkswagen Group China. Foto: VW China

Brandstätter weiß aber auch zu berichten, dass es VW und alle anderen Hersteller haben derzeit mit einem überhitzten Markt zu tun haben. Ein intensiver Wettbewerb mit mehr als 120 Herstellern und rund 150 neuen Modellen im Jahr 2023 hat in den letzten Monaten zu teilweise drastischen Rabatten geführt. Er bedauert, dass kurzfristige Verkaufserfolge so mancher Start-ups nur mit einem extrem hohen Kapitaleinsatz möglich sind und diese Mittel dann für eine langfristig positive Entwicklung des Marktes nicht zur Verfügung stünden. Er zitiert Analysten, die davon ausgehen, dass rund 80 Prozent der Start-ups, die in den letzten Jahren in den Markt eingetreten sind, diesen bald verlassen werden oder dringend Kapital von Investoren benötigen. Eine Konsolidierung des Wettbewerbsumfeldes ist in vollem Gange.


Und schließlich sagt er noch, dass Volkswagen weiter wachsen will, auch in diesem schwierigen Umfeld. Aber sicher nicht um jeden Preis. Für VW habe die Profitabilität höchste Priorität. Man werde diese ungesunde Marktentwicklung nicht um kurzfristiger Volumensteigerungen willen mitmachen.


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